Verein im Zeichen der Bewegung

So ging es ab beim Festkommers im Bürgerhaus: Die Gäste des TSV Eintracht Gudensberg ließen sich nicht lumpen und bewegten sich – auch in festlicher Kleidung geht das. alle Fotos: Zecher-Christ

Gudensberg. Seit 125 Jahren bewegt der TSV Eintracht Gudensberg seine Mitglieder. Das klappte sogar beim Festkommers, der am Wochenende den Auftakt zu der dreitägigen Jubiläumsfeier bildete.

Teil des Sportvereins, der zurzeit 650 Mitglieder hat, ist auch der Spielmanns- und Fanfarenzug, der im Bürgerhaus aufspielte. Inge Oppitz vom vierköpfigen Vorstandsteam bedankte sich bei den vielen Helfern und bei der Stadt. „Etliche Stunden wurden in die Ausführung und Planung der Jubiläumsfeier investiert.“

Bilderwände

Dank eines größeren Spendenbeitrags der Kulturstiftung der Kreissparkasse Schwalm-Eder habe man die Geschichte des Vereins auf Bildstellwänden präsentieren können.

„Der Gudensberger Traditionsverein, der TSV Eintracht Gudensberg 1891 mit seinen elf Sparten, ist Gudensbergs größter Verein“, betonte Bürgermeister Frank Börner. Er mache sich um dessen Zukunft keine großen Sorgen, denn der Vorstand habe Weitblick, packe neue Herausforderungen und Aufgaben an und beschreite neue Wege.

Landrat Winfried Becker hoffte, dass der Verein immer wieder Menschen findet, die bereit sind mitzuarbeiten. Die Veranstaltung wurde umrahmt durch sportliche Darbietungen der Kinderturngruppe und der Damengruppe Sport 50 Plus. Zwischen den Grußworten und Beiträgen ließen die Original Chattengauer Lieder ertönen.

Sport-Parcours

Ganz im Zeichen der Bewegung stand der Samstag beim Jubiläumsfest. Im Bürgerhaus war ein Sport-Parcours aufgebaut, bei dem sich Jung und Alt sportlich betätigen konnten. Vor dem Bürgerhaus zielten Kinder und Erwachsene auf die Torwand der Fußballspieler und stiegen an der Kletterwand des Landessportbundes, gesichert mit Seilen, empor. Andere übten den Hochsprung mit den Leichtathleten.

Kinder ließen sich schminken oder ein Airbrush-Tattoo verpassen. Auf der Aktionsbühne begeisterten die Tanzkinder des TSV und die Pepperonis mit mitreißenden Choreographien.

Schwungvolle Einlagen gab’s von den Sparten Kinderturnen und Senioren Sport 50 Plus. Am Abend gab es phantasievolle Drinks an der Cocktailbar und die Showband „Schreckschuss“ lieferte stimmungsvolle Musik zum Abtanzen.

Zur Geschichte

Urkundlich bewiesen ist, dass im Jahre 1891 ein Turnverein unter dem Namen „Gudensberger Turngemeinde“ ins Leben gerufen wurde. Schon in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts soll es in Gudensberg Anhänger von Turnvater Jahn gegeben haben.

Am 26. April 1920 wurde der „Fußball-Club Union 20“ gegründet. 1922 folgte der Fußballverein „Arbeiter-Sportverein“. An der Fritzlarer Straße entstand ein Sportplatz. 1954 wurde beschlossen den Vereinsnamen um das Gründungsjahr zu ergänzen.

Seit 1974 gibt es die Schwimmabteilung, 1983 wurde das neue Fußballstadion eingeweiht. Mit dem Turnen für ältere Menschen wurde 1986 begonnen. 1990 kam die Sparte Badminton dazu.

Von Nadja Zecher-Christ

Quelle: HNA

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