Täter verursachen immer wieder hohen Sachschaden

Vereinsheime sind Dauerziel für Einbrecher

Schwalm-Eder. Immer öfter sind im Landkreis Vereins- und Sportheime das Ziel von Einbrechern. Für 2010 registrierte die Kriminalpolizei 38 Fälle. Im vergangenen Jahr waren es 40 Fälle, berichtet Polizeisprecher Markus Brettschneider. Seit Beginn dieses Jahres wurde bereits vier Mal in Vereinsheime eingebrochen.

„Das ist immer wieder ein Thema“, sagt Brettschneider. Zuletzt suchten Einbrecher ein Vereinsheim in Borken-Großenglis heim, davor ein Sportlerheim in Frielendorf-Leimsfeld. Die Täter schoben dort einen Rollladen hoch und schlugen das Fenster ein. Außerdem zerschlugen sie die Außenbeleuchtung. Die Beute waren zwei Kisten Bier, der Sachschaden aber betrug 1000 Euro. Damit entspricht der Einbruch dem gängigen Muster: Die Vereinsheime liegen abgelegen am Ortsrand, der Sachschaden ist meist hoch im Vergleich zum geringen Wert der Beute.

Das Ziel der Einbrecher sei aber meist ein anderes, meint Brettschneider: In den Sportheimen vermuteten die Täter vor allem technische Geräte wie Fernseher und Receiver sowie Geldbeträge.

Die Einbrüche sind für die Sportvereine besonders ärgerlich, weil das Budget zur Instandhaltung der Häuser ohnehin gering ist. Erst recht fehlt das Geld für Sicherungseinbauten wie hohe Zäune oder Gitter vor den Fenstern, die die Polizei zum Schutz vor Einbrüchen empfiehlt. In der Polizeistatistik werden Einbrüche in Vereinsheime nicht gesondert berücksichtigt, sondern etwa mit Wohnungseinbrüchen als „Schwerer Diebstahl“ geführt. In diesem Bereich wurde im vergangenen Jahr durchschnittlich jeder vierte Fall aufgeklärt, sagt Markus Brettschneider. Nach Möglichkeit schaue die Polizei während ihrer Streifen auch bei Vereinsheimen vorbei, doch die meist abgeschiedene Lage an den Ortsrandlagen jenseits der Wohngebiete begünstige Einbrüche. ZUM TAGE, NÄCHSTE SEITE

Von Jürgen Köcher

Quelle: HNA

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