Am Hohlen Graben sollen Einfamilienhäuser entstehen

Baugebiet im Schema: Im oberen Bereich, etwa auf Höhe der Stadthalle, soll ein Parkplatz entstehen. Die Bauplätze sind der weiß eingefärbte Bereich, rund herum bleibt ein Grünstreifen. Quelle: Stadt Fritzlar/Bearbeitung: ode 

Fritzlar. Am Hohlen Graben in Fritzlar sollen 16 bis 17 Bauplätze für Häuser entstehen. Die Stadtverordneten haben das Projekt am Donnerstag mit großer Mehrheit auf den Weg gebracht.

Eine Investorengruppe will die Grundstücke erschließen und anbieten. Sie wird auch einen Parkplatz für 50 Autos im Hohlen Graben auf Höhe der Stadthalle anlegen. Das sei außergewöhnlich, sagte Peter Kuttelwascher (Grüne).

Doch das Projekt sorgt auch für Bedenken. Die Verkehrsfrage müsse geklärt werden, forderte Konrad Winter (CDU). Er brachte eine Ausfahrt vom Domstadtcenter Richtung Hohler Graben ins Gespräch.

Carina Jäger (SPD) verwies darauf, dass in diesem Bereich wegen der Schulen schon jetzt viele Kinder und Jugendliche unterwegs seien. Mit dem Baugebiet würden dort 100 weitere Menschen hinziehen. „Wir können die Situation nicht einfach so lassen“, sagte sie.

Eine Abfahrt vom Domstadtcenter sei wegen des starken Höhenunterschieds kaum möglich, sagte Bürgermeister Hartmut Spogat. Eine Alternative könne ein Weg vom Oberen Schulweg zum neuen Parkplatz sein.

Die Häuser, die am Hohlen Graben gebaut werden könne, dürfen zweigeschossig, im unteren Bereich Nähe Berliner Platz auch dreigeschossig werden. Vorgeschrieben wird, dass die Häuser selbst mindestens drei Meter von der Straße entfernt sein sollen. Carports beziehungsweise Garagen benötigen einen Mindestabstand von fünf Metern zur Straße.

So soll gewährleistet werden, dass Fahrzeuge, die vor der Garage geparkt werden, genügend Platz haben. Sie würden dann nicht am Straßenrand stehen und die Verkehrssituation zusätzlich verschärfen, erläuterte der Bürgermeister im Gespräch mit der HNA.

Martin Hannappel (SPD) freute sich, dass Bauplätze für junge Familien geschaffen würden, und man so etwas gegen den demografischen Wandel unternehme.

Der Beschluss der Stadtverordneten fiel bei vier Enthaltungen und mit zwei Nein-Stimmen.

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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