Ort mit viel Geschichte

HNA verlost Führung durch Kloster Haydau, Hotel und Seminarzentrum

Altmorschen. Es ist ein Ort mit wechselvoller Geschichte das Kloster Haydau in Altmorschen. Die alten Mauern des heutigen Kultur- und Tagungszentrums haben viel zu erzählen.

"Seit das Hotel eröffnet wurde, ist die Nachfrage nach Führungen durchs Kloster massiv gestiegen", sagt Joachim Kohlhaas, der ehrenamtlich Führungen im Kloster anbietet.

Im Mai haben Tagungszentrum und Hotel, dessen Bauherr B. Braun ist, auf dem Gelände ihren Betrieb aufgenommen. Entstanden ist ein Komplex, der Morschen mehr denn je prägt. Historisches wurde in den ehemaligen Wirtschaftsgebäuden, in denen die Seminarräume untergebracht sind, eindrucksvoll mit Modernem verbunden, auch im neugebauten Hotel wird an vielen Stellen der Bezug zum Kloster herstellt. Im Gegensatz zum Kloster gibt es im Hotel und im Tagungszentrum keine Führungen.

In Zusammenarbeit mit der Compass Group, die Hotel- und Tagungszentrum betreibt und dem Förderverein Kloster Haydau, bieten wir exklusiv für unsere Leser am Donnerstag, 21. November, ab 15 Uhr eine Führung durch Kloster, Hotel und Tagungszentrum an.

Rufen Sie einfach heute unser Glückstelefon unter 01379/013353 und nennen Sie als Stichwort Kloster Haydau. Der Anruf aus dem deutschen Festnetz kostet 50 Cent, die Preise aus dem Mobilfunknetz können abweichen. Es gibt zwölf Mal zwei Plätze zu gewinnen. Die Führung dauert etwa zwei Stunden.

Das Zisterzienserinnen-Kloster wurde im 13. Jahrhundert gebaut, nach der Reformation des Landkreises ab 1527 aber als landgräfliches Lust- und Jagdschloss genutzt, ab dem frühen 19. Jahrhundert als Staatsdomäne. Auch Kriegsgefangene waren schon in den Gebäuden untergebracht. Eingeritzte Botschaften auf dem Kamin im Engelssaal zeugen noch heute davon.

1985 war mit der Sanierung begonnen worden, die bis 2001 dauerte. Umbauten, Erweiterungen und viele andere kleine Details zeugen im ehemaligen Klostergebäude von der bewegten Geschichte.

So erinnern Weinblätter auf den Schlusssteinen im Refektorium noch heute daran, dass im 13. Jahrhundert in Morschen Wein angebaut wurde. "Das Klima war damals viel milder als heute", sagt Dr. Ulrike Seethaler. Der Kreuzgang des Klosters ist vollständig erhalten, und im Innenhof ist ein Kräutergarten angelegt. An einigen Stellen im Gebäude ist alte Beschlagmalerei freigelegt.

Eindrucksvolles Gemälde

Beeindruckend ist auch der Engelssaal mit seinem hölzernen Tonnengewölbe aus der Renaissancezeit. Sterne, Wolken und Engel zieren die Decke. Was im 17. Jahrhundert als Festsaal des Lustschlosses entstand, wird heute für standesamtliche Trauungen und Veranstaltungen genutzt.

Es gibt laut Kohlhaas Zeitzeugen, die berichten, dass das Gemälde früher farbig gewesen sein soll. Heute ähnelt die nach wie vor eindrucksvolle Zeichnung einem Schwarzweiß-Gemälde. Verantwortlich dafür ist laut Kohlhaas eine ehemalige Zwischendecke.

Quelle: HNA

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