Jugendliche wurden durch humorvolles Musikvideo bekannt

Schrecksbach. „Aus der Schwalm und trotzdem geil“ – der Refrain im Video könnte für die ältere Generation womöglich eher befremdlich klingen, auf dem Internet-Videoportal Youtube hat der Film einige Aufmerksamkeit erzeugt.

Mit ihrer Schwälmer Videoparodie auf das Lied „Gentleman“ des Sängers Psy haben Schrecksbacher Jugendliche viele Zuschauer und Fans gewonnen.

„Aus der Schwalm!“ ist der Titel des witzigen Werks, 24 000 Menschen haben sich bislang die Gentleman-Parodie von Maximilian Buck und Karl-Peter Siebold (15) aus Schrecksbach angesehen. In der gesamten Region sind die Schrecksbacher Jugendliche damit schon so richtig bekannt geworden.

„Wir wollen den Leuten zeigen, dass es auch in der Provinz Menschen mit verrückten Ideen gibt und man Künstler nicht nur in den großen Metropolen findet“, erklärt der 19-jährige Maximilian Buck. Viele Junge hier jammerten ständig darüber, dass in der Schwalm nichts los sei, „wir sind stolz, Schwälmer zu sein“.

Keine Landeier: Karl-Peter Siebold (unten) und Maximilian Buck drehten ihr Video an verschiedenen Orten in der Region, hier sind sie im Schrecksbacher Edeka-Markt zu sehen.

Als große Fans des südkoreanischen Künstlers Psy haben Siebold und Buck schon den bekannten Song „Gangnam Style“ filmisch neu interpretiert, ebenfalls bei Youtube hochgeladen und sich damit das notwendige Rüstzeug erarbeitet. Auch zum bekannten Lied „Harlem Shake“ drehten die Schrecksbacher einen Videoclip.

Mit Ernsthaftigkeit und Professionalität schufen die beiden jungen Filmemacher gemeinsam mit Familie und Freunden innerhalb von knapp zwei Monaten das Video und setzten es auf die Videoplattform. Eine Lehrerin von Karl-Peter Siebold war so begeistert von der Idee, dass sie eine Nebenrolle in dem Video übernahm.

Die Premiere hatte „Aus der Schwalm!“ nicht nur im Internet, sondern auch mit großem Erfolg vor knapp 600 Schülern der Steinwaldschule in Neukirchen. Neben der bekannten Melodie von Psys Gentleman sind es besonders die bekannten Drehorte aus der Region inklusive Bad in der Schwalm und der Liedtext, die begeistern und alle herzlich schmunzeln lassen.

„Wir waren selber überrascht über die gute Resonanz, die das Video bislang hatte, freuen uns aber auch riesig über den Erfolg“, so Karl-Peter Siebold. Maximilian Buck ergänzt: „Auch Bürgermeister Andreas Schultheis fand unser Engagement toll.“

Selbst überregionale Medien sind mittlerweile auf die Parodie mit dem Schuss Heimatverbundenheit aufmerksam geworden. Für eine Fernsehsendung standen die beiden Jungen kürzlich sechs Stunden lang vor der Kamera.

Für die Zukunft planen Buck und Siebold gemeinsam mit ihrem neuen dritten Mann Niklas Krüger noch viele weitere Projekte, unter anderem eine filmische Auseinandersetzung mit dem Stadt-Land-Konflikt. www.youtube.com/watch?v=T1IG-uz92nk

Von Matthias Haaß

Quelle: HNA

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