Kunsthalle Willingshausen: 21 polnische und deutsche Künstler stellen Werke aus

Verschwisterung durch Kunst

Boten feinste Saxophonklänge: Tobias Altmann, Christiane Nagel, Juliane Knauf und Stefan Reitz (von links).

Willingshausen. „Zusammen-getrennt“ – das war das Leitmotiv der 34. Interdisziplinären Künstlerbegegnungen im September 2010 in der Ferienanlage Malwa in Polen. Das Künstlersymposium besuchten auch die ehemaligen Stipendiatinnen Andrea Froneck-Kramer, Daniela Witzel und die Gilserberger Künstlerin Gerlinde Vestweber. Gemeinsam mit 18 polnischen Künstlern entstanden dort Werke – Bilder, Fotografien und Montagen – die ab sofort in der Kunsthalle Willingshausen zu sehen sind. Am Donnerstagabend wurde die Ausstellung eröffnet.

Organisiert worden war die Schau von der Gemeinde Willingshausen zusammen mit dem Schwalm-Eder-Kreis, finanziell unterstützt wurde das Projekt von der Kreissparkasse. Die ersten Künstlerbegegnungen zwischen Kreativen aus dem Kreis und dem Landkreis Pila gab es vor vier Jahren. „Damals hat man sich darauf verständigt, auch den Kulturaustausch zu erweitern“, erklärte Landrat Frank-Martin Neupärtl. Im Frühjahr 2010 waren erstmals Werke des Künstlersymposiums Malwa in der Kreissparkasse in Homberg zu sehen. „Viele verkaufte Kunstwerke haben einen neuen Platz im Schwalm-Eder-Kreis gefunden“, sagte der Landrat.

Die aktuelle Ausstellung in Willingshausen war bereits im Februar in Pila zu sehen – mit großer Resonanz bei Besuchern und Medien. „Das Leitmotiv sollte die Künstler zum Nachdenken ermuntern, inwieweit wir in unserem Schaffen Einzelgänger geblieben oder ein Teil der gesamten europäischen Kultur geworden sind“, erläuterte der Kurator der Künstlerbegegnung Malwa, Wojciech Beszterda.

Auch der Leiter der Kunsthalle und des Kulturzentrums in Pila, Tadeusz Ogrodnik, freute sich über die Möglichkeit, einander durch die Kunst besser kennen zu lernen: „Die Kunst macht es möglich, dass die Völker zusammen kommen. Sie trägt dazu bei, dass wir das Gefühl haben, eine große, europäische Familie zu sein.“

Katalog ist erhältlich

Das Leitmotiv „zusammen-getrennt“ nimmt auch der Katalog auf: „Darin finden sich philosophisch-künstlerische Überlegungen, die sie nachlesen und in Verbindung mit den Kunstwerken reflektieren können“, lud Neupärtl die Gäste ein. Und die nutzten den Rundgang dann auch zum lebhaften Austausch.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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