Erneute Suchaktion war erfolgreich

Verschwundener Terrier gesund und munter wiedergefunden

Lenderscheid. Benschi ist wohlauf. Der vierjährige Jack-Russell-Terrier war am Montagmittag in einem Dachsbau in Lenderscheid verschwunden. Mithilfe von Revierförster Dietmar Rohde befreiten Halterin Tanja Hartung und ihr Vater Erwin Kuhn das Tier nach mehr als 24 Stunden.

Der fidele Hund zeigte sich von seiner Rettungsaktion gänzlich unbeeindruckt. Ganz anders sein Frauchen. Tanja Hartung ist nach der Rettung Benschis erschöpft und müde von der stundenlangen Suchaktion, aber glücklich. Denn sie hat ihren Liebling wieder.

Während eines Spaziergang entlang eines Feldwegs, den Tanja Hartung oft mit dem Hund geht, ging plötzlich alles ganz schnell: Ohne Vorwarnung rannte Benschi los und verschwand in einem Loch in der Erde. "Ich habe 15 Minuten nach ihm gerufen es kam aber keine Reaktion", erzählt die Lenderscheiderin.

Die 42-Jährige ging daraufhin zu ihren Eltern, bat ihren Vater um Hilfe. "Er ist gleich mit einer Schaufel mitgekommen." Lange versuchten die zwei selbst, das Tier auszugraben ohne Erfolg. Tanja Hartung suchte Landwirt Rüdiger Schnell auf. Der Landwirt bekam die Erlaubnis, mit seinem Bagger den Dachsbau auszugraben.

Doch trotz eines großen Lochs, das Schnell aushob, war der Hund nicht zu finden. Ab Montagabend alarmierte die Hundehalterin schließlich die Feuerwehr. "Durch den starken Regen war der Boden sehr schlammig", sagte Gemeindebrandinspektor Norbert Mühling. Parallel zu den Grabungsarbeiten suchten die Feuerwehrleute die umliegenden Felder mit einer Wärmebildkamera ab.

Aktualisiert am 9. Januar 2014 um 10.28 Uhr

Nach zwei Stunden wurde der Einsatz nach Rücksprache mit dem Jäger Heiko Böhnert, den die Feuerwehr Frielendorf hinzugezogen hatte, abgebrochen. "Ich habe mich hilflos und elend gefühlt", so Tanja Hartung. 

Doch am Dienstagmorgen ging die Suche weiter: Die 42-Jährige schaufelte zunächst mit ihrem Vater weiter. Am Mittag kommt Revierförster Dietmar Rohde zur matschigen Grube, um zu helfen. Er schaute sich die Stelle 

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genau an, fand heraus, wie groß der Dachsbau ist und wo sich Luftlöcher befinden. Mit einer Eisenstange testete Rohde, wo Gänge liegen. Die Suchaktion nach Benschi konnte weiter gehen: Der Revierförster hatte ein Vermutung, wo sich der Hund befindet. Sie gruben, dann kam am Nachmittag in einer sieben Meter breiten Grube endlich die Schnauze Benschis zum Vorschein.

Der Hund kam zwar voller Erde, doch schwanzwedelnd und unversehrt wieder ans Tageslicht. Tanja Hartung selbst weinte in diesem Moment. "Hätte ich ihn nicht gleich angeleint, wäre er wieder reingerannt." Tanja Hartung ist sehr dankbar für die Unterstützung: "Ohne die Helfer hätte ich ihn nicht gefunden."

Laut Angaben der Feuerwehr hat der komplette Rettungseinsatz 800 Euro gekostet. Die Kosten hat die Hundehalterin zu tragen.

Fotos: Feuerwehr Frielendorf findet verschwundenen Terrier

Feuerwehr Frielendorf findet verschwundenen Terrier

Quelle: HNA

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