Verteidigungsminister: Es bleibt beim Aus für Truppenübungsplatz

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Szenarien für den Verteidgungsminister: Soldaten des Jägerregiments demonstrierten Verteidigungsminister Thomas de Maizière ihren Ausbildungsstand.

Schwarzenborn. Auch der Wahlkampf ändert nichts an Tatsachen: Die Bundeswehr muss sparen. Also bleibt es dabei, Hessens einzigen Truppenübungsplatz wird es in seiner jetzigen Form nicht mehr geben. Das betonte heute noch einmal Verteidigungsminister Thomas de Maizière bei seinem Besuch in Schwarzenborn.

Das Jägerregiment war eine Station seiner Sommerreise. In der Knüllkaserne verschaffte sich der Besuch aus Berlin ein Bild über die Infrastuktur des Standortes, überzeugte sich vom Ausbildungsstand der Einheit und kam mit Soldaten und Politikern aus der Region ins Gespräch.

„Wir haben die Zahl der Truppenübungsplätze reduzieren müssen und Schwarzenborn war der teuerste“, verteidigte der Minister das Stationierungskonzept, in dem der Truppenübungsplatz mit dem Stempel „Auflösung“ versehen ist. Aus Kostengründen werde der Platz zum Standortübungsplatz umgewidmet. Auf damit verbundene Details ging der Verteidigungsminister nicht ein. Die genaue Funktionalität sei Bestand der derzeitigen Prüfung, sagte er. Auch zeitliche Perspektiven gebe es noch nicht. „Wenn wir wissen, was wir wollen, werden wir Kontakt mit der Region aufnehmen“, versicherte de Maizière, auch mit Blick auf das drohende Aus der Truppenübungsplatzfeuerwehr.

Von Sylke Grede

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Fotos vom Besuch des Ministers

Thomas de Maizière in Schwarzenborn

Quelle: HNA

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