VfL-Sportler arbeiten 5000 Stunden für neues Klubhaus und Sportplatz

Anpacken: Andreas Baake, Klaus Seewald, Udo Flörke, Detlef Geppert, Dieter Leck und Wolfgang Woletz vom VfL Wettesingen profilieren sich ehrenamtlich als Dachdecker beim Neubau des Vereinsheimes. Insgesamt will der VfL durch Eigenleistungen mindestens 35.000 Euro erwirtschaften. Foto: zih

Wettesingen. Das regnerische Wetter der vergangenen Wochen hat die Verantwortlichen des Vereins für Leibesübung  (VfL) Wettesingen sowie die bauausführenden Firmen für die Komplettsanierung des Sportplatzes doch etwas gebremst. Udo Flörke vom VfL-Vorstand: „Die Einsaat des neuen Rasens sollte schon längst über die Bühne sein.

Wegen des Regens konnte sie aber noch nicht erfolgen, weil der nasse Boden nicht zu bearbeiten ist. Zudem, so Flörke weiter, gab es erhebliche Verzögerungen bei der Anlieferung der Dachbedeckung für das neue Klubhaus. Das dafür benötigte Material erreichte erst vor wenigen Tagen endlich die Baustelle und war das Startsignal für die VfL-Mitglieder, jetzt endlich für die geplanten Gewerke in Eigenleistung die Ärmel hochzukrempeln.

Errichtet wurde der Rohbau des neuen Klubhauses von einer örtlichen Baufirma, die Dachbedeckung und den gesamten Innenausbau will der Verein durch ehrenamtliche Eigenleistungen seiner Mitglieder bewerkstelligen. Flörke: „Das neue Vereinsdomizil mit Aufenthalts- und Geräteräumen sowie behindertengerechten Toiletten, das zukünftig energetisch von der örtlichen Biogasanlage mit beheizt wird, schlägt in der 160.000 Euro teuren Gesamtsanierung des Sportplatzes mit 80.000 Euro zu Buche.“

Die VfL-Mitglieder haben sich verpflichtet, davon durch Eigenleistungen mindestens 35.000 Euro zu erwirtschaften. Flörke schätzt, dass dafür über 5000 Arbeitsstunden notwendig sind. Allein für den Abriss des bisherigen Holzgebäudes, das der VfL vor 35 Jahren vom FSV Dörnberg erwarb, fallen zusammen mit der Dachneueindeckung schon rund 1000 Eigenleistungsstunden an. Den ebenfalls hölzernen Vorbau mit Theken- und Grillbetrieb hat man stehen lassen, er wird in das neu entstandene Gebäude integriert.

Der gesamte Vereinsheim-Innenausbau wird aber nicht das einzige Eigenleistungsprojekt der VfL-Mitglieder bleiben. Flörke: „Die Rundum-Anbringung der Sportplatz-Barrieren haben wir ebenfalls auf unsere Fahnen geschrieben. Bevor dies aber in Angriff genommen werden kann, muss vorher natürlich die Sportplatzfläche fertig und von dem bauausführenden Unternehmen an uns übergeben sein.“

Wenn alles jetzt planmäßig und gut läuft, hoffen die VfL-Verantwortlichen, dass beim VfL-Sportfest im Juni 2015 das neue Vereinshaus und der Sportplatz offiziell eingeweiht werden können. (zih)

Quelle: HNA

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