Viehmarkt Zierenberg: 22 Teams waren beim Spiel ohne Grenzen dabei

Zierenberg. Leid taten sie einem nicht, die Mitglieder der 22 Teams, die am Samstagmittag im Strahl des Feuerwehrschlauches nach Bällen schnappten, in riesigen Wasserfässern mit den Füßen Seifenstücke transportieren oder beim Becher-Balancieren manch Wasserladung abbekamen.

Nein, fast schon sehnte man sich an ihre Stelle, hatte es die Sonne doch fast zu gut gemeint mit den Spielen ohne Grenzen, welche die Zierenberger traditionell am Viehmarkts-Samstag austragen. Augen zu und durch lautete da das Motto und die Mitglieder der Vereine und Gruppen aus der Kernstadt sowie den Stadtteilen entpuppten sich bei hochsommerlichen Temperaturen als wahre Kämpfernaturen. Sie schwitzten und ackerten, buckelten und kämpften an den elf Stationen gegen die Stoppuhr der Schiedsrichter und strotzten nur so vor Siegeswillen.

Nur nichts verschütten: Bei den Geschicklichkeitsspielen zählte jeder Tropfen Wasser, der in den bereitgestellten Fässern landete.

Nicht alle Aufgaben waren da so harmlos wie das Kleiderbügelwerfen oder der Getränkekisten-Parcours. Der von den Altherren organisierte Spiele-Parcours direkt neben dem Festplatz hatte es nämlich wieder einmal in sich. Galt es im vergangenen Jahr noch, Wasser mit reichlich Körperkontakt im luftgefüllten Reifenschlauch zu befördern, wurden hierfür diesmal Anglerhosen zweckentfremdet, die ja eigentlich für genau das Gegenteil gedacht sind. In Zierenberg hielten sie das Wasser nicht ab, vielmehr wurden sie zum lebendigen Wassertank umfunktioniert. Bis zum Rand gefüllt mit dem kühlen Nass war der Hindernis-Parcours auf dem Weg zu den heißersehnten Siegespunkten mit ihnen eine ganz schöne Strapaze, galt es für die Akteure doch, einiges an Gewicht zu stemmen. Die Erfrischung folgte auf dem Fuße: Kopfüber landete die Wassermasse im großen Fass. Glück für diejenigen, die bei der Schwammkette in den Genuss einer Abkühlung der sanfteren Art kamen.

Richtig heiß wurde es dann zur Preisverleihung im Festzelt. Unter lautem Gejohle und Gesang wurden die Siegerteams gekürt, allen voran die Kaltduscher um Kirsten Blumenstein, die sich 1999 als Freundeskreis spontan zur Teilnahme an der Viehmarktsgaudi entschlossen hatten und nun im 15. Jahr mit 194 Punkten den Sieg für sich verbuchen und den großen Pokal mit nach Hause nehmen konnten. Mit nur einem Punkt Abstand landete die Leutzewärter Bruderschaft auf Platz zwei, gefolgt von den Warmetaler Knappen auf Platz drei (179 Punkte).

Von Sascha Hoffmann

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Hoffmann, Sascha

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