Prüfung der Islandpferdefohlen auf Reiterhof Habichtswald und Igelsburg

Fohlenprüfung in Ehlen: Islandpferdehof-Pächterin Saskia Klepp mit Stutfohlen Edda vom Habichtswald 2 und Muttertier Atli. Fotos: Michl

Habichtswald. „Die Fohlen des Jahrgangs 2012 haben unsere Erwartungen übertroffen, und die erste Bilanz fällt positiv aus. Alle Jungpferde haben sich prächtig entwickelt. Jetzt sehen wir sehr gespannt ihrer weiteren Entwicklung entgegen.“

Mit dieser Einschätzung waren sich Maria-Magdalena Siepe-Gunkel, Besitzerin des Islandpferdereiterhofes Habichtswald in Ehlen, ihre Pächterin Saskia Klepp sowie Carola Krokowski vom Dörnberger Islandpferdegestüt Igelsburg.

Die in diesem Jahr geborenen Islandpferde-Stut- und Hengstfohlen mussten jetzt sowohl auf dem Reiterhof in Ehlen wie auf dem Gestüt in Dörnberg ihre erste Bewährungsprobe in ihrem jungen Leben absolvieren: die Fohlenprüfung. Bevor jedoch die kleinen Vierbeiner an der Seite ihrer Mutter und auch allein sich im reiterlichen Viereck dem kritischen Urteil der internationalen Richterin Marlies Grimm aus Iserhagen stellten, mussten sie noch einen kleinen Piekser über sich ergehen lassen. Klaus Biedenkopf, Geschäftsführer des Verbandes der Pony- und Pferdezüchter Hessen setzte nämlich allen vorgestellten Jungtieren statt des früher üblichen Brennens einen Chip, auch Transponder genannt, unter die Haut ein. Damit erhielt jedes Fohlen seinen „Personalausweis.“

Prüfungsrichterin Marlies Grimm beurteilte die Stut- und Hengstfohlen nach drei vorgegebenen Hauptkriterien: Exterieur, Interieur und Gangpotenzial. Exterieur beinhaltet die körperliche Entwicklung sowie das äußere Erscheinungsbild des Tieres. Beim Interieur greifen die psychischen und geistigen Verhaltens- und Eigenschaften des Tieres wie Kooperation, Mut, Ausdruck, Reaktion, Sensibilität und Lauffreude. Im Gangpotenzial mussten die Fohlen unter Beweis stellen, dass sie nicht nur in Tempofähigkeit, Takt, Balance und Geschmeidigkeit die für Pferde typischen Gangarten Schritt, Trab und Galopp beherrschen, sondern auch den für Isländer charakteristischen Tölt und Pass.

Hervorragende Noten

Alle in Ehlen und Dörnberg vorgestellten Pferde erhielten hervorragende Benotungen, wobei ein Tier mit einer Beurteilung ab acht Punkte zur Eliteklasse zählt. Die gab es mit 8,1 bis 8,3 unter anderem für die am 27. Mai geborene Eyglo von der Igelsburg im Besitz von Maria-Magdalena Siepe-Gunkel und gezüchtet von Carola Krokowski. Richterspruch von Marlies Grimm: Ein ganz besonderes Pferd, den Namen sollte man sich merken.“

Fieberten alle Fohlen ihrem großen Auftritt entgegen, so tanzte die kleine Rotfalbe Dögun vom Habichtswald etwas aus der Reihe. Sie hatte sich trotz des Trubels zum Schlafen hingelegt und musste unmittelbar vor ihrer Präsentation erst geweckt werden. (zih)

Quelle: HNA

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