Zehn Plätze im Kindergarten für Mädchen und Jungen unter drei Jahren

Viel Geld für die Betreuung

Bauarbeiten: Damit künftig auch Kinder unter drei Jahren den Hort besuchen können, sind umfangreiche Um- oder Anbauten am Kindergarten nötig. Fotos: Schmitt

Jesberg. Zehn Kinder unter drei Jahren sollen künftig im Jesberger Kindergarten „Hand in Hand“ Platz finden. Bevor die Mädchen und Jungen den Hort bevölkern, muss erst Platz für sie geschaffen werden. Und dafür muss die Kellerwaldgemeinde einiges bezahlen.

Nach Darstellung von Bürgermeister Günter Schlemmer muss dafür nach den Vorgaben des Landes ein Gruppenraum um- oder angebaut werden. Der Hort bestünde dann aus drei Regelgruppen und einer Gruppe für Kinder unter drei Jahren. Damit die Gemeinde die Kosten nicht alleine tragen muss, gibt es Zuschüsse. Allerdings, dämpfte Schlemmer die Vorfreude der Parlamentarier, müsste die Gemeinde einiges aus dem eigenen Geldbeutel bezahlen. Denn während es für einen Neubau pro Platz 15 000 Euro sind, wird ein Umbau nur mit 4000 Euro pro Platz gefördert.

Drei Varianten habe das Büro concept plus erarbeitet: • Umbau eines Gruppenraums und die Nutzung des Dachgeschosses. Die Kosten: 146 000 Euro abzüglich eines möglichen Zuschusses von 40 000 Euro. • Anbau eines Gruppenraums in Richtung Spielplatz. Die Kosten: 324 000 Euro abzüglich einer Maximalförderung von 150 000 Euro. • Überdachung des Hofs zur Schule. Die Kosten: 244 000 Euro. Wie hoch der Zuschuss ausfallen könnte, lasse sich noch nicht sagen. Denn in diesem Fall sei unklar, ob der Bau als Umbau oder als Neubau gewertet werde.

Während das Land die Gemeinden beim Bau des Kindergartens unterstützt, müssen die Kommunen die Folgekosten tragen. Steigen werden auf jeden Fall die Personalkosten, rechnete Schlemmer vor. Doch zunächst sei es wichtig, die Förderanträge zu stellen. Und das müsse bis zum Frühjahr geschehen. (ras)

Quelle: HNA

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