Bei der Freien Evangelischen Gemeinde wurden tausende Legosteine verbaut

Viel Lego-Gewerkel in Werkel

Werkel. Silas Lengemann brütet über der Anleitung. Wo ist nochmal Schritt zwölf? Der Sechsjährige findet den richtigen Zettel und setzt Stein für Stein zusammen, bis ein Schiff entsteht. Wie Silas waren bis zum Wochenende fast 40 Kinder mit einer Sache beschäftigt: Werkeln in Werkel.

Die Freie Evangelische Gemeinde (FEG) im Fritzlarer Stadtteil hatte Hunderttausende Legosteine organisiert, aus der eine ganze Legowelt entstand. Der Bund Freier Evangelischer Gemeinden stellt den Anhänger mit Lego und Zubehör zu Verfügung, insgesamt 800 Kilogramm, erläuterte Hartmut Hofmeister. Der Felsberger gehört zum Leitungsteam der Gemeinde und engagiert sich besonders in der Kinder- und Jugendarbeit.

Nach Anleitung und ohne

Zwei Bereiche gab es. In einem konnten die Kinder bauen, was sie wollten, im anderen ging es streng nach Anleitung. So entstanden Schiffe, Flugzeuge, Autos und Züge ebenso wie eine Polarwelt, ein Dschungel, Hochhäuser und ein Fußballstadion. Zum Abschluss gab es am Samstag einen Familiengottesdienst. Dort konnten sich die Eltern ansehen, was ihre Kinder gebaut hatten. Außerdem ging es, wie schon die Woche über, um die biblische Botschaft.

Lego-Arbeiten in Werkel

Die FEG will diese Botschaft vermitteln. So dienen die Legotage auch dazu, Kontakt zu Kindern aus dem Dorf und darüber hinaus zu bekommen, sagt Hofmeister. Es habe sich gezeigt, dass viele Familien sich eher zu Projekten anmeldeten als sich an einer regelmäßigen Gruppe zu beteiligen.

„Es geht darum, den Bezug zu den Kindern zu finden“, sagt Hofmeister. Die 20 Ehrenamtlichen der Gemeinde würden bewusst ihre Zeit investieren, um mit den Kindern etwas Sinnvolles zu unternehmen.

Vier Stunden Abbau

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Nach dem Familiengottesdienst musste die Legolandschaft wieder weichen. Dafür hatten sich die Ehrenamtlichen den Sonntag reserviert, der reguläre Gottesdienst fiel aus. Nach einer ersten Schätzung würden 20 Leute vier Stunden benötigen, um die Legosteine wieder in Kästen und Kisten zu verpacken.

Dann ging das Lego wieder auf Reisen, diesmal in den Osten. Dort wird in dieser Woche vielleicht wieder ein Sechsjähriger grübeln, wie nochmal Schritt zwölf auf dem Weg zum perfekten Schiff ging.

Quelle: HNA

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