Silvia Schnorr ist neue Teamleiterin des Tagescafés in Frielendorfer Einrichtung – Junge Helfer willkommen

Viel Leben im Diakoniezentrum

In gemütlicher Runde: Thorsten Vaupel, Silvia Schnorr, Ursula George, Werner Wieland und Sivana Reinhardt (von links) freuen sich auf neue Besucher im Frielendorfer Tagescafé. Foto: Rose

Frielendorf. Seit der Grundsteinlegung für den Bau des Frielendorfer Diakoniezentrums Anfang der 1990er-Jahre gibt es den Förderverein Frielendorfer Altenhilfe. Seit jeher wird das Tagescafé ehrenamtlich betrieben, 30 Menschen helfen regelmäßig mit. Jetzt hat das Team eine neue Leitung. Roswitha Lange, die die Aufgabe mehr als ein Jahrzehnt inne hatte, hat aus Altersgründen die Koordination an Silvia Schnorr abgegeben. Die 47-Jährige aus Frielendorf wird künftig Ansprechpartnerin sein.

Das Tagescafé öffnet jeden Sonntag ab 14 Uhr seine Türen, steht Bewohnern, aber auch allen anderen Kaffeegästen offen. Ein Mal im Monat veranstaltet das Team einen Tanztee.

Vieles, was Lange etabliert hat, soll weiter laufen: Etwa die Karnevalsveranstaltung oder Auftritte des Shanty-Chores. Silvia Schnorr bringt auch neue Ideen mit. Für Oktober hat sie den Schriftsteller Matthias P. Gibert zu einer Lesung eingeladen. „Ich möchte das kulturelle Angebot erweitern und gern auch jüngere Leute ansprechen“, sagt sie. Ihr zur Seite stehen unter anderem der Stellvertreter des Fördervereins Thorsten Vaupel, Ursula George und Sivana Reinhardt sowie viele weitere fleißige Helfer.

„Aber auch unsere Helfer werden älter. Wir würden uns über junge Leute freuen, die sich ein wenig engagieren möchten“, erklärt die Frielendorferin. Das müsse nicht jeden Sonntag sein. Hilfreich sei schon, wenn jemand das Tagescafé mit einer Kuchenspende unterstütze.

Der Förderverein hat etwa 180 Mitglieder: „Mehr als die Hälfte sind aktive Mitglieder“, sagt Vaupel. Der Verein sei in die Seniorenarbeit der Gemeinde involviert und fördere diese je nach den finanziellen Möglichkeiten auch besondere Projekte. Der Erlös des sonntäglichen Kaffee- und Kuchenverkaufs gehe als Spende ans Diakoniezentrum.

Sivana Reinhardt wünscht sich, dass mehr Menschen das Angebot nutzen würden: „Viele sagen, ins Diakoniezentrum komme ich noch früh genug“, erzählt sie. Gerne würde sie deshalb auch ältere Menschen ansprechen, die häufig allein zuhause säßen. Der Leiter des Diakonizentrums Werner Wieland ist über den großen Helferkreis mehr als froh: „Welches Haus hat beständig mehr als 100 ehrenamtliche Helfer?“, fragt er.

Durch das Engagement könne das Haus mehr bieten als eine übliche Senioreneinrichtung. Eine Geburtstagsgruppe bereite etwa Festtage vor, andere Helfer dekorierten Haus und Café.

Mit Silvia Schnorr habe sich eine Teamleiterin gefunden, die ihrem Anspruch, im Team zu agieren, voll gerecht werde. Für Herbst und Winter hat der Förderverein Veranstaltungen und Aktionen in Planung. HINTERGRUND

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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