Neubau für Naturwissenschaften am Schwalmgymasium: Kreis investiert 4,5 Millionen

Viel Licht für freies Lernen

An dieser Stelle wird erweitert: Stefan Krahl, Gerd Breul, Dr. Helmut Bernsmeier, Gabriele Baar, Frank-Martin Neupärtl und Frank Siesenop (von links) beim Rundgang. Foto: Rose

Schwalmstadt. Im Frühjahr beginnen am Schwalmgymnasium in Treysa die Arbeiten am Neubau für Naturwissenschaften. Im Sommer 2012 soll der dreigeschossige Komplex fertig sein. Der Schwalm-Eder-Kreis investiert 4,5 Millionen Euro.

Landrat Frank-Martin Neupärtl, Gerd Breul von der Hochbauverwaltung des Kreises, Architekt Stefan Krahl, Gabriele Baar von der Schulverwaltung stellten das Bauvorhaben gemeinsam mit Schulleiter Dr. Helmut Bernsmeier und seinem Stellvertreter Frank Siesenop vor.

Seit drei Jahren laufen die Gespräche über notwendige räumliche Veränderungen. „Da muss ich klar sagen, dass Dr. Bernsmeier der Vater der Idee ist“, erklärt Neupärtl. Grund ist der völlig marode, rückwärtige Anbau aus den 1980er-Jahren, der sich an Hauptgebäude und Mensa in Richtung Friedhof anschließt. Letztlich waren die Feuchtigkeitsschäden zu groß, eine Sanierung hätte sich nicht gelohnt. „Dieses Gebäude kann man nur noch abreißen“, sagt Gerd Breul. Entstehen soll ein dreigeschossiger, L-förmiger Neubau, der sich an den Klinkerbau, der Anfang der 1990er-Jahre eingeweiht wurde, anschließt.

Verbindung aus Glas

Untergebracht werden hier die Räume für die Fächer Physik, Biologie und Chemie. Ein gläserner Zwischenteil verbindet Klinker- und Neubau. Der Komplex wird dem Gelände die Atmosphäre eines Innenhofes verleihen. „Die Feuerwehrzufahrt wird nach wie vor vom Friedhof aus gewährleistet sein“, erläuterte Gabriele Baar.

In jeder Etage gibt es drei bis vier Räume für jeweils 32 Schüler sowie zusätzlich Vorbereitungsräume. Die Ausstattung orientiert sich an der neuesten Technik: Medienlifte an der Decke versorgen alle Plätze mit Strom, geplant ist außerdem eine interaktive Tafel. Zum Innenhof hin wird sich die Fassade für eine breite Glasfront öffnen und so für viel Licht in den Fluren und den Flächen für freies Lernen sorgen.

Pultdach für die Harmonie

„Es war architektonisch nicht einfach, eine Lösung zu finden, die mit den bestehenden Gebäudeteilen harmoniert“, sagte Breul. Deshalb habe man sich für ein nach Süden hin fallendes Pultdach entschieden.

Erst wenn der Neubau steht, wird mit dem Abriss des alten Traktes begonnen. „Dann werden etwa 3,5 Millionen Euro ausgegeben sein“, erklärt Breul. Die restliche Million soll in Projekte im Altbau fließen. Geplant ist die Erweiterung des Verwaltungsbereiches mit Sekretariat und Lehrerzimmer. „Wir sind sehr zufrieden“, so Bernsmeier. Schulverwaltung, aber auch Fachlehrer, seien gut in die Planung miteingebunden worden. „Der Sanierungsbedarf ist enorm. Aber wenn dann schließlich auch noch die Toiletten modernisiert werden, ist das Schwalmgymnasium baulich tip-top“, findet der scheidende Schulleiter.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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