Thomas Keil von Eon Mitte referierte bei der Piratenpartei im Schwalm-Eder-Kreis

Viel Wind für die Energie

Piraten und Eon informieren über die Energiewende: von links Thomas Keil von Eon Mitte erläuterte vor dem Kreis-Vorsitzenden der Piraten Michael Rath und Generalsekretär Eike Busche. Foto: Thiery

Schwalm-Eder. Viel Windkraft und ein Mix aus Biogas und Photovoltaik sollen in den kommenden Jahrzehnten für einen Großteil der Energie im Schwalm-Eder-Kreis sorgen. „In zehn Jahren können wir Strom zu 40 Prozent aus erneuerbaren Energien produzieren“, prognostizierte Thomas Keil von Eon Mitte in Borken bei einem Referat auf Einladung der Piratenpartei Schwalm-Eder.

Die neuen Energieformen stellten auch die Stromversorger vor neue Aufgaben. Dafür werde neue Technik in den Netzen benötigt, für die investiert werden müsse.

Robuste Netze gefragt

Solarstrom werde nicht jederzeit produziert, und die Spitzen müssten in den Netzen ausgeglichen werden. In den Hochzeiten der Sonneneinstrahlung könne es zu Überspannungen kommen, die Probleme bei den Haushaltsgeräten verursachten. Dafür benötige man robuste Netze. „Das sind alles technische Details, die mit intelligenter Technik gelöst werden können“, sagte Keil.

Verbraucher könnten daran mitwirken, dass die Energiewende gelingt. Neue technische Produkte im Haushalt würden auf die veränderten Bedingungen eingestellt.

Keils Favorit bei der Energieversorgung ist die Windkraft. „Zehn Anlagen mit einer Leistung von drei Megawatt produzieren genauso viel Strom, wie sie zurzeit im Landkreis aus erneuerbaren Energien stammt“, sagte er.

Dennoch könne man nicht allein darauf setzen, denn im Sommer werde weniger Windstrom erzeugt. Der beste, also effizienteste Mix aus erneuerbaren Energien müsse noch ausgeklügelt werden. „Dieser Prozess erfordert eine hohe Kommunikation zwischen Erzeugern, Lieferanten, Netzbetreibern und dem Verbraucher“, sagte er.

„Wir haben uns als Partei Transparenz und Beteiligung auf die Fahnen geschrieben und wollen das wichtige Thema beleuchten“, sagte Michael Rath, Kreisvorsitzende der Piratenpartei, bei der Veranstaltung.

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

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