Betreiberfirma Tennet informierte 300 Besucher in Fritzlar

Viele Details zur Stromtrasse noch offen

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Interessierte Besucher: Tom Wagner (Tennet, links) erläuterte Matthias Oranien aus Fritzlar die geplante Trasse.

Fritzlar. Viele Fragen zur geplanten Stromtrasse Suedlink sind noch offen. Die Firma Tennet, die die Trasse quer durch Deutschland bauen soll, kann viele Details noch nicht benennen, weil sie noch gar nicht feststehen.

Das sagte Tom Wagner, Referent für Beteiligung bei Tennet, bei einer Informationsveranstaltung in der Fritzlarer Stadthalle. Geschätzte 300 Besucher waren dorthin gekommen, um das Gespräch mit den Fachleuten zu suchen. Es wurde kritisch, aber meist sachlich diskutiert.

Fragen aber, wo zum Beispiel exakt ein Strommast stehen soll, ließen sich noch nicht klären, erläuterte Wagner, weil sie erst am Ende eines langen Verfahrens stehen.

Noch bevor dieser offizielle Prozess beginnt, sollen Anregungen und Alternativvorschläge aufgenommen werden. Jeder könne seine Ideen einbringen, sagte Wagner. Und jeder, der das tue, bekomme auch eine Antwort. Alle Anregungen würden zudem an die Bundesnetzagentur weitergeleitet, die letztlich die Entscheidungen trifft.

Besorgte Anwohner des Wohngebiets Roter Rain in Fritzlar wurden von Tennet-Mitarbeitern beruhigt. Laut Karten der Firma soll die Trasse direkt am Roten Rain vorbeigehen, in unmittelbarer Nähe des neuen Kindergartens.

Wenn dieser Verlauf bestehen bleibe, sei eine Freileitung praktisch ausgeschlossen, sagte Roland Czekalla (Tennet) im Gespräch mit Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat. Dort komme wohl nur ein Erdkabel in Frage. Das ist jedoch wesentlich teurer als eine Freileitung.

Insgesamt rechnet Tennet damit, dass der Bau von Suedlink einen „unteren einstelligen Milliardenbetrag“ kosten werde.

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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