Initiative „Mehr Zusammenarbeit für saubere Schulen“: Landrat ehrte 73 Schulen

Viele Einser im Putzen

Gemeinsam für eine saubere Sache: Die Vertreter von 73 Schulen nahmen jetzt in der Carl-Bantzer-Schule die Prämien in Empfang. Wie man richtig putzt, das wissen schon die Fünftklässler Noah Siebert, Jakob Heidenreich und Jonathan Jericho (von links). Foto: Rose

Ziegenhain. Mithilfe der Konjunkturprogramme von Bund, Land und Kreis wurden in den vergangenen Jahren viele Schulen im Kreis umfassend saniert: Damit die Gebäude lange in einem guten Zustand bleiben, ist Pflege nötig. Für die sind nicht nur Reinigungskräfte und Schulhausverwalter verantwortlich, sondern auch Lehrer und Schüler. Einen Anreiz soll das Bonussystem „Mehr Zusammenarbeit für saubere Schulen“ bilden.

73 Schulen haben sich im vergangenen Jahr an der Idee des Kreisausausschusses beteiligt. Jetzt ernteten sie die Früchte: Landrat Frank-Martin Neupärtl belohnte das Engagement mit Prämien – vergeben wurden insgesamt 69 122 Euro. In der Carl-Bantzer-Schule waren dazu die Vertreter der Schulen zusammen gekommen. Schulen seien Räume zum Lernen, aber auch zum Leben, sagte Neupärtl. „Die Qualität der Räume hat sich an der großen Mehrheit der Schulen durch vereinbarte Reinigungsstandards gesteigert.“ Zudem werde das Reinigen der Räume in das pädagogische Konzept eingebunden und vermittele den Schülern, welche Anstrengungen die Gesellschaft einsetze, um ihnen eine positive Lernumgebung zu schaffen. Der Kreis sei in Sachen Klimaschutz und Umwelt ein Vorreiter. „Müllvermeidung und geringe Verschmutzung gehören zum aktiven Umweltschutz“, verdeutlichte der Landrat.

Umfrage unter Kunden

Neupärtl bedankte sich bei den Beschäftigten, den Schulhausverwaltern und Reinigungskräften. „Die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Schulen als unseren Kunden zeigt Wirkung“, bestätigte auch Jens Becker, Fachbereichsleiter Grund- und Gebäudewirtschaft. Vieles lasse sich jedoch verbessern. „An einigen Stellschrauben muss noch gedreht werden.“ Auch in diesem Jahr sei wieder eine Kundenzufriedenheitsumfrage geplant. Aktuell würden neue, effizientere Reinigungssysteme in einem Pilotprojekt an mehreren Schulen getestet. „Sie sollen in erster Linie die Arbeit erleichtern. Die Umstellung dient aber nicht dazu, dass den Reinigungskräften die Stunden gekürzt werden, sondern um die Qualität zu verbessern“, versprach Becker.

Neue Reinigungssysteme haben sich im vergangenen Jahr bereits an fünf Standorten bewährt. Bis 2016 sollen zunächst alle großen Schulen ausgestattet werden, in kleineren Schulstandorten müsse der Einzelfall geprüft werden. „Neun Beschäftigte befinden sich derzeit berufsbegleitend in der Ausbildung zur Gesellin im Reinigungsgewerbe. Auch davon erhoffen wir uns eine weitere Qualitätssteigerung“, sagte Neupärtl. Der Landrat ist überzeugt: „In diesem Projekt haben Schulen und Schulträger bisher viel voneinander erfahren.“

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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