Jobcenter Kassel meldet 248 freie Stellen - Aushilfe als Türöffner

Viele Ferienjobs sind bereits vergeben

Wolfhager Land. Die Ferien nutzen, um das Taschengeld aufzubessern oder Berufserfahrung zu sammeln. Das möchten viele Jugendliche im Wolfhager Land. Ferienjobs sind heiß begehrt.

Wer jetzt noch keine Stelle hat, muss sich beeilen. In vielen Betrieben sind alle Jobs vergeben. So wie bei VW in Baunatal. In der Spitze beschäftigt das Werk 500 Ferienjobber. „Die Hälfte von ihnen kommt aus dem Landkreis“, sagt Pressesprecher Rudi Stassek. VW nutze die jungen Arbeitskräfte, um die urlaubsbedingten Ausfälle auszugleichen. Ackermann Fahrzeugbau aus Ippinghausen verzichtet in diesen Sommerferien komplett auf Schüleraushilfen. „Wir haben nicht genügend Arbeit“, erklärt Delia Nikoleizig aus der Personalabteilung.

Auch beim Putz- und Reinigungsdienst Putzmunter aus Wolfhagen haben Bewerber schlechte Karten. „Wir haben keine Ferienjobs mehr“, so Inhaberin Roswitha Magis-Ok. Grund sei die veränderte Auftragslage. Da die Firma inzwischen überwiegend Privathaushalte und Geschäftsräume reinige, setze sie auf langfristigere Beschäftigungen. „Es geht dort um Vertrauen. Auch ist die Einarbeitungszeit so lang“, sagt Magis-Ok.

Silke Sennhenn sieht dennoch Chancen für Jugendliche. „Es sieht gut aus“, sagt die Pressesprecherin der Agentur für Arbeit Kassel mit Blick auf die Zahlen. Beim Jobservice seien derzeit 248 Tages- und Studentenjobs gemeldet.

Überwiegend handele es sich um Beschäftigungen wie Metallhilfsbauer, Umzugs- und Gartenhelfer. Auch im Bereich Service sehe es gut aus. Der Konjukturaufschwung habe für einen Zuwachs an Ferienjobs gesorgt. Die Schüler sollten sich genau über die Tätigkeit informieren, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Die Pressesprecherin sieht in dem Ferienjob noch eine weitere Chance: Die Schüler können auf sich aufmerksam machen. ZUM TAGE, HINTERGRUND

Von Anke Laumann

Quelle: HNA

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