14 Anlagen in Aussicht: Räder bei Wiera, Wasenberg, Schrecksbach und Merzhausen

Plan: Zwei neue Windparks für die Schwalm

Willingshausen/Schrecksbach. Zwischen Schrecksbach und Merzhausen sowie zwischen Wiera und Wasenberg sollen zwei Windparks entstehen. Die niedersächsische Firma Reon plant dort zwei Flächen mit einmal acht und einmal sechs Windrädern. 135 Meter hoch sollen sie werden, 2,5 bis 3 Megawatt Strom erzeugen.

In zwei bis drei Jahren könnten sich dort die Windräder drehen, teilte das Unternehmen mit.

Bereits vor einigen Jahren hatte ein Konkurrent der Firma die Errichtung eines Windparks an gleicher Stelle geplant. Zwei Drittel der damals vorgesehenen Fläche sollen auch diesmal wieder genutzt werden. Mit 15 bis 18 Landeigentümern habe Reon bereits persönlich gesprochen. Alle anderen sollen bei einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, ab 19.30 Uhr im Hotel Combecher in Neukirchen auf den neuesten Stand gebracht werden. Eingeladen zu dieser Veranstaltung wurden Eigentümer von Grundstücken, die unmittelbar von den Planungen betroffen sind.

Dafür wurden beim Amt für Bodenmanagement Daten der Landeigentümer gekauft. Das sei zwar teuer, jedoch legal, versichert Reon. Mit den Inhabern der großen Flächen sei bereits eine Einigung erziehlt worden. Doch auch die angrenzenden Grundstücke seien wichtig. An Eigentümer benachbarter Grundstücke will Reon auch Pachtgebühren zahlen. Das sei für die Grundstückeigentümer ein schönes Zubrot, heißt es beim Unternehmen.

Nach Angaben von Reon selbst hat es schon zahlreicheVoruntersuchungen gegeben. Windmessungen hätten gezeigt, dass das Gelände geeignet sei. Allerdings könne man noch so viel planen. Wenn die Grundstückseigentümer nicht mitspielten, sei alles umsonst.

Als Befürworter des Windparks nennt das Unternehmen auch Dr. Bernd Wenck, Geschäftsführer des Kreisbauernverbands Schwalm-Eder. Der hat davon jedoch erst am Montag erfahren und war etwas überrascht: „Ich habe einmal mit Reon telefoniert. Da ging es um Verträge, die das Unternehmen an zwei Landwirte geschickt hatte“, sagt er. Die habe er überprüft und als akzeptabel empfunden. Grundsätzlich sei er auch kein Feind von Windanlagen. Ihn als „wesentlichen Unterstützer“ des Projekts zu nennen, geht ihm jedoch zu weit.

Auch sieht er das neue Projekt skeptisch. „Ich habe schon viele Firmen erlebt, die solche Projekte realisieren wollten“, sagt Wenck. „Gebaut wurde am Ende jedoch nur selten.“ Man müsse abwarten, was jetzt passiere. Auch für die Gemeinden heißt es, erst einmal abwarten. Das stellten die beiden Bürgermeister Heinrich Vesper und Erich Diehl klar. Vom Projekt habe man gehört, sagen sie. Mehr aber auch nicht.

Von Jörgen Camrath

Quelle: HNA

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