Viele Stammgäste trotzten dem Wetter beim Sauerbrunnenfest in Geismar

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Ließen sich die Erbsensuppe schmecken: Von links Petra Bauer, Petra Drescher, Elke Cieplik, Manfred Drescher, Dieter Cieplik und Armin Bauer. 

Geismar. Auf seine treuen Gäste kann sich der Förderverein Sauerbrunnen Geismar um Marion und Klaus Ramus verlassen. Auch wenn das Wetter am Pfingstsonntag regnerisch und kühl war, der Platz am Sauerbrunnen war gegen Mittag wieder rappelvoll.

Dass es dort eine hervorragende Bewirtung gibt, hat sich längst herumgesprochen. Das Organisationsteam hielt unter anderem 800 Bratwürstchen, 200 Portionen Spießbraten, 70 Liter Erbsensuppe, 54 Kuchen und 1200 Brötchen bereit. Bei den anfänglich kühlen Temperaturen war die Erbsensuppe dabei der große Renner. Zum Getränkeangebot gehörte natürlich wie immer der Quatsch, das Sauerbrunnenwasser mit einem Schuss Himbeer- oder Waldmeistersirup.

Stammgäste beim Sauerbrunnenfest sind Petra Bauer, Petra Drescher, Elke Cieplik, Manfred Drescher, Dieter Cieplik und Armin Bauer. Sie wandern traditionell von Geismar an den Sauerbrunnen.

Das hat auch Walter Schulze (77) aus Geismar viele Jahre getan. Doch jetzt wollen die Beine nicht mehr so richtig mitmachen. Doch das Sauerbrunnenfest lässt er sich nicht entgehen. Mit seinem elektrisch angetriebenen Gefährt schafft er locker die Strecke von Geismar an den Brunnen und auch wieder zurück.

Der Erlös vom Brunnenfest fließt wie immer in die Restaurierung und Instandhaltung des historischen Brunnengebäudes und der Anlage. Das Fest am Pfingstsonntag wurde anlässlich der Geismarer 1275-Jahr-Feier 1998 ins Leben gerufen und ist nach wie vor die Haupteinnahmequelle für den Förderverein.

Einen gewaltigen Schritt nach vorne hat der Förderverein Sauerbrunnen Geismar in Sachen Instandsetzung des Brunnenhauses gemacht. Durch die Aufnahme in das Förderprogramm Dorfentwicklung ging es im vergangenen Jahr mit den Renovierungsarbeiten zügig voran. Insgesamt sollen 65.000 Euro für die Renovierung am Brunnenhaus investiert werden. Die Förderung beträgt 50 Prozent auf die Nettosumme.

Für Zimmermann- und Dachdeckerarbeiten wurden bereits fast 39.000 Euro ausgegeben. Im kommenden Jahr werden nochmals für Putzer- und Malerarbeiten sowie für Maurer- und Schreinerarbeiten 27.000 Euro investiert.

Der Verein hat aus eigenen Mitteln bereits etwa 85.000 Euro aufgebracht. Dieses Geld stammt hauptsächlich aus Spenden und den Sauerbrunnenfesten. Die Mitglieder des Vereins haben bis jetzt über 1800 Arbeitsstunden geleistet.

Quelle: HNA

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