Facebook-Runde mit Bundestagskandidaten

Viele Versprechen und Versprecher

Dr. Edgar Franke, SPD

Schwalm-Eder. In unserer letzten Facebook-Runde mit den Bundestagskandidaten im Wahlkreis 170 hatten wir die Politiker gebeten, ein Wahlversprechen abzugeben. Hier Auszüge der Antworten:

Dr. Edgar Franke (SPD): „Ich werde mich für flächendeckende Mindestlöhne, eine verbesserte Familienförderung, das heißt kostenlose Ganztagsbetreuung an Kitas und Schulen, einsetzen.“ Außerdem gehe es ihm um mehr Sicherheit im Alter, also volle Rente mit 63 bei 45 Versicherungsjahren sowie einen abschlagsfreien Zugang zur Erwerbsminderungsrente.

Bernd Siebert (CDU) schrieb, er werde sich weiterhin – völlig unabhängig vom Wahlausgang oder möglichen Koalitionen – mit ganzer Kraft für die nordhessischen Interessen einsetzen. Ihm gehe es dabei vor allem um die Verkehrsprojekte.

Er stehe für eine natur- und umweltgerechte Land- und Forstwirtschaft, eine Energiewende, die auch von allen mitgestaltet und unterstützt werde, erklärte Hermann Häusling (Grüne). „Wir brauchen für den ländlichen Raum eine gute Infrastruktur und kein Verkehrskonzept aus dem letzten Jahrhundert mit überflüssigen Autobahnen und einem unsinnigen Flugplatz“, so der Grüne.

Dennis Majewski (FDP) schreibt: „Versprechen vor der Wahl haben nur dann einen Wert, wenn sie nach der Wahl auch umgesetzt werden können. Mein Versprechen für Nordhessen ist: Ich werde mein politisches Engagement zuerst immer an den Bedürfnissen der Region ausrichten und alles daran setzen, dass wir in einer lebens- und liebenswerten Heimat in Freiheit leben können.“

Engin Eroglu (Freie Wähler): „Ich verspreche, dass sich nichts verändern wird, wenn man seine Stimmen der CDU, SPD, Grüne, FDP oder der Linken gibt.“

Heidemarie Scheuch-Paschkewitz (Die Linke) schreibt: Ein Wahlversprechen von mir ist, mich für eine friedliche Politik ohne Auslandseinsätze der Bundeswehr einzusetzen.

Ich werde für ein Verbot der NPD kämpfen und mich weiterhin an die Seite derjenigen stellen, die unter Ausgrenzung, Alltagsrassismus und Diskriminierung in unserer Gesellschaft leiden.

Alexander Kaufmann, (Piraten) erklärt: „Da Wahlversprechen doch meist nur Versprecher sind, werde ich keines abgeben. Wer mich einzuschätzen weiß, der kann sich denken, dass ich meine politische Arbeit fortführen werde, egal wie die Wahl ausgeht.“ Das sollte für jeden Kandidaten selbstverständlich sein, meint Kaufmann. An alle Wähler darum noch einmal: „Ihr habt eine Wahl. Geht hin und wählt, was euch wichtig ist, und nicht eine Tradition.“ (hro)

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Quelle: HNA

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