OASE kritisiert Neupärtls Lob für Jobcenter

OASE kritisiert Neupärtls Lob für Jobcenter: „Vieles ist unsinnig“

Schwalm-Eder. Die Lobeshymne für die Arbeit des Jobcenters durch Landrat Frank-Martin Neupärtl hat der Verein Organisierte Arbeitslose Schwalm-Eder (OASE) kritisiert. Neupärtl hatte sich beim Neujahrsempfang des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Homberg positiv über das Jobcenter geäußert und gefordert, bei den Ausgaben für die Wiedereingliederungshilfen dürfe nicht gekürzt werden.

Im Interesse der Arbeitslosen könne dies nicht sein, meinte Lutz Baumann, der Vorsitzende von OASE. Die meisten Angebote seien nicht nur dumm und sinnlos, es werde auch viel Geld vernichtet. Kein Mensch brauche beispielsweise eine Schulung „Eignungsfeststellung zum Verkäufer/zur Verkäuferin“, da kein Bedarf erkennbar sei und nur Hilfskräfte zum Einräumen von Regalen gebraucht würden.

Die Hälfte des Geldes komme nicht bei den Arbeitslosen an, es verschwinde bei der Verwaltung und in unsinnigen Förderprojekten, meinte Baumann. Hier würden nur die Träger sozialer Einrichtungen unterstützt, die sich zu gerne an den Geldquellen labten. Der größte Teil der Aufwendungen gehe durch die Subventionierung der Wirtschaft für kostenlose Praktika sowie bei der beruflichen Eingliederung in wenig nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse verloren. (red)

Quelle: HNA

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