Bundesfamilienministerium zeichnete Initiative des Schwalm-Eder-Kreises aus

Bundesfamilienministerium zeichnete Initiative aus: Mit Vielfalt gegen Gewalt

Schwalm-Eder. „Gewalt geht nicht“, heißt es seit 2008 im Schwalm-Eder-Kreis als Reaktion auf Übergriffe von Rechtsextremen. Unter diesem Motto ist seither ein breites Bündnis für Toleranz und Demokratie entstanden.

Für diese Arbeit ist der Landkreis jetzt vom Bundesfamilienministerium mit dem Titel „Ort der Vielfalt“ ausgezeichnet worden ist. Insgesamt wurden bundesweit 52 Initiativen gewürdigt.

Die Auszeichnung ist nicht mit einem Preisgeld verbunden. Stephan Bürger, der seit zwei Jahren als Koordinator für die Kampagne gegen Gewalt arbeitet, rechnet aber fest mit einer Förderung aus einem Programm des Familienministeriums für die nächsten drei Jahre.

Für 2011 würde der Landkreis demnach 100 000 Euro erhalten, für die beiden folgenden Jahre 90 000 Euro beziehungsweise 80 000 Euro.

Die Initiative Gewalt geht nicht wird im Schwalm-Eder-Kreis von vielen Seiten unterstützt. Ziel sei es stets gewesen, möglichst viele Partner ins Boot zu holen, sagte Landrat Frank-Martin Neupärtl.

Im Projektausschuss arbeiten unter anderem Vertreter von Justiz, Polizei, Schulamt, Vereinen und Verbänden, aller Religionsgemeinschaften sowie der DGB und Jugendliche (Jugendparlament Schwalmstadt und Kreisschülerrat) mit.

Es gebe verschiedene Möglichkeiten auf Gewalt und rechtsextreme Tendenzen zu reagieren. Ein Team von Honorarkräften steht zur Verfügung, wenn beispielsweise Vereine oder Ortsbeiräte in akuten Fällen Hilfe wünschen. In einem Dorf im Schwalm-Eder-Kreis, das Bürger nicht nennen möchte, ist dies gerade wieder der Fall.

In einem Dorf im Schwalm-Eder-Kreis, das Bürger nicht nennen möchte, sei dies gerade der Fall. Ein Soziologe, der sich mit Gefahren durch Rechtsextremismus auskenne, führe dort Gespräche mit der Vereinsführung und dem Ortsbeirat und werde Veranstaltungen anbieten.

Quelle: HNA

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