Jubiläum bei Weckesser: Langjährige Mitarbeiter für Betriebszugehörigkeit geehrt

Vier Arbeitsleben im Autohaus

Feierstunde: Andreas und Ulrike Weckesser, Heinrich Kaczor, Lothar Scherwenings, Renate Ester, Wilhelm Weckesser, Alfred Damm und Handwerkskammerpräsident Heinrich Gringel (von links). Foto: Rose

Ziegenhain. 1963 ist ein besonderes Jahr: Adenauer ist Bundeskanzler, „Das Aktuelle Sportstudio“ geht auf Sendung, den Beatles gelingt der Durchbruch – und Lothar Scherwenings und Heinrich Kaczor beginnen ihre Lehre im Autohaus Weckesser in Ziegenhain. Das ist genau 50 Jahre her.

Dafür wurden die beiden Mitarbeiter jetzt geehrt. Dazu gratulierten nicht nur Andreas und Ulrike Weckesser, auch Seniorchef Wilhelm Weckesser und Handwerkskammerpräsident Heinrich Gringel waren mit dabei. Doch der Ehre nicht genug: Gleichzeitig wurden die Mitarbeiter Renate Ester und Alfred Damm für 40 Dienstjahre im Unternehmen ausgezeichnet.

Lothar Scherwenings (64) absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Bürokaufmann. „Sein Tätigkeitsfeld – die Rechnungslegung im Autohaus – ist ihm auf den Leib geschrieben“, erklärt Ulrike Weckesser. Heinrich Kaczor (64) war nach seiner Ausbildung zuletzt Leiter des Teiledienstes.

Er erinnert sich noch genau an seinen ersten Tag: „Ich habe zusammen mit Lothar draußen auf der weißen Bank auf den Chef gewartet.“ Prägend seien für ihn auch die Überschwemmungen des Betriebes gewesen – bevor das Rückhaltebecken gebaut wurde. Und im Hausgarten der Weckessers hätte man sich als Lehrling am liebsten über die Erdbeeren hergemacht.

Seit 40 Jahren wird der Betrieb von Disponentin Renate Ester (60) und Serviceberater Alfred Damm (55) unterstützt. „In dieser schnelllebigen Zeit sind solche Jubiläen selten“, sagte Ulrike Weckesser. „Alle vier Mitarbeiter sind wertvolle Pfeiler unseres Erfolges.“ Auch Heinrich Gringel stellte klar: „In Zeiten des Fachkräftemangels ist eine gute Ausbildung überaus wichtig und zukunftsentscheidend. Dabei spielt auch Beständigkeit am Arbeitsplatz und erfahrenes Personal eine große Rolle.“

Das Autohaus Weckesser übernehme seiner Ansicht nach eine Vorbildfunktion. Derzeit bilde der Betrieb 14 Auszubildende in drei Berufen aus. 16 Mitarbeiter seien seit mehr als 15 Jahren in der Firma tätig. Bei der Neueinstellung setzte der Betrieb auch auf die Erfahrung älterer Mitarbeiter. Gringel, der den vier Mitarbeitern Urkunden überreichte, erklärte abchließend: „Das Handwerk ist durch alle Krisen hinweg die stabilste Säule geblieben – das ist mittlerweile angekommen.“ (zsr)

Quelle: HNA

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