Vier Bäcker aus Schwalm-Eder im deutschen Brotregister

+
Eines der Brote aus dem Deutschen Brotregister: Jessica Zahmel (Bäckereifachverkäuferin in Ausbildung ) mit dem Schwälmer Laib der Homberger Bäckerei Stübing.

Schwalm-Eder. Vier Bäckereien aus dem Schwalm-Eder-Kreis sind mit eigenen Brotsorten im Deutschen Brotregister gemeldet. Das Register wird vom Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks betrieben und soll die Vielfalt der deutschen Brotkultur spiegeln.

Mit dabei sind die Bäckereien Schwarz aus Gudensberg, Stübing aus Homberg, Schönwälder aus Trutzhain und Brandt aus Loshausen. Im Brotregister können Innungsbetriebe ihre Produkte anmelden. In Zusammenarbeit mit der Bundesakademie in Weinheim werde dann das Rezept auf Schlüssigkeit geprüft, sagte Amin Werner, Hauptgeschäftsführer des Bäckerhandwerks. Er hoffe, dass sich noch mehr Betriebe am Register beteiligen, bisher seien es etwa sechs Prozent. Das Backhaus Schwarz Gudensberg ist mit der Chattengauer Roggenkruste registriert.

Dabei handele es sich um ein Brot mit einem Roggenanteil von 90 Prozent und zehn Prozent Dinkel, erklärte Christoph Schwarz. Roggen sei nicht sehr gut backfähig, somit bestehe die Kunst darin, trotzdem ein lockeres Brot zu backen. Die kräftige Kruste solle an die Basaltkuppen im Chattengau erinnern. Volker Schönwälder aus Trutzhain hat ein Roggenmischbrot mit Leinsamen, Vollkornschrot und Sonnenblumenkernen gemeldet, das „Holsteiner“ heißt. Hinzu komme eine geheime Zutat.

Der Homberger Bäcker Stefan Stübing hat gleich drei Brote gemeldet: Saatenbrot, Hessentagskruste und Schwälmer Laib. Sie alle weisen Besonderheiten auf, die Hessentagskruste wird zum Beispiel mit Bier gebacken. Für Horst Brandt aus Loshausen ist das Schwälmer Bauernbrot eingetragen. Es sei ein echtes Naturprodukt aus Roggenmehl, Wasser und etwas Salz, aber ohne chemische Zusätze. Brandts Brot wird auf einer Steinplatte gebacken, die mit Buchenholz geheizt wird, ganz traditionell.

Hintergrund Das deutsche Bäckerhandwerk will das Brot als immaterielles Weltkulturerbe anmelden (im Gegensatz zu materiellen Dingen wie Gebäuden). Dazu muss Deutschland zunächst jedoch einem Übereinkommen der Unesco beitreten. Im Sommer vergangenen Jahres hat der Zentralverband des Deutschen Bäckhandwerks die Internetseite für das Brotregister freigeschaltet. Jahrzehnte lang sei man von 300 Brotsorten in Deutschland ausgegangen, inzwischen sind mehr als 2500 Sorten registriert. Auf der Internetseite kann man die Brote finden und bekommt historische und statistische Informationen. (ode)

www.brotregister.de

Quelle: HNA

Kommentare