Vitos baut 100 Betten in Merxhausen ab

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Haus 7 in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Merxhausen. Dieses Gebäude und auch Haus 12 sollen abgerissen werden.

Merxhausen. Vitos Kurhessen wird die Zahl seiner Betten am Standort Merxhausen von derzeit 240 auf 140 reduzieren. Davon betroffen ist die Erwachsenenpsychiatrie.

Das bestätigte die Geschäftsführerin der Klinik, Irmgard Raschka-Halberstadt, auf HNA-Anfrage. Die Pläne hingen in erster Linie mit den beiden Neubauten in Kassel zusammen und würden im Jahr 2018 umgesetzt.

Errichtet werden derzeit in Kassel-Wilhelmshöhe eine Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie mit einer Kapazität von 135 Betten und eine Klinik der Kinder- und Jugendpsychiatrie mit 60 stationären Plätzen und weiteren 18 Plätzen in der Tagesklinik.

„Unser Ziel ist eine wohnortnahe Versorgung der Patienten“, sagt Raschka-Halberstadt. Mit dem Bau der beiden Häuser ergäben sich dabei neue Möglichkeiten. Kassel sei für viele Patienten, die überwiegend aus Nordhessen kommen, doch zentraler als Merxhausen.

Irmgard Raschka- Halberstadt

Ein weiteres Argument für die Betten-Verlagerung sei die miserable Bausubstanz im Bereich des sogenannten Roten Feldes in Merxhausen. „Haus 12 ist abgängig und muss abgerissen werden“, sagt die Geschäftsführerin von Vitos Kurhessen. Gleiches gelte für Haus 7. In beiden Gebäuden aus den 1950er-Jahren werden derzeit 92 erwachsene Patienten betreut.

Bis zum Sommer würden die medizinischen und pflegerischen Direktionen ein Konzept erarbeiten. Daraus werde sich der Personalbedarf ergeben. Klar sei, dass am Standort Merxhausen Stellen wegfielen und in Kassel Personal benötigt werde. „Entlassungen wird es aber keine geben“, sagt Raschka-Halberstadt. Die Stellen würden intern ausgeschrieben.

Quelle: HNA

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