Vitos Kurhessen und Asklepios einigen sich

Gut versorgt: Der Ärztliche Leiter Professor Dr. Michael Franz, Bettina Thews und Oberarzt Frank Bertofsky 2013 im Ergotherapieraum. Archivfoto: Dewert

Melsungen. Asklepios und Vitos Kurhessen haben sich geeinigt: Die psychiatrische Tagesklinik und psychiatrische Institutsambulanz von Vitos bleiben auch in den kommenden Jahren am derzeitigen Standort erhalten.

Derzeit sitzt Vitos im 2. Stock der Asklepiosklinik an der Kasseler Straße in Melsungen.

Im Klinikneubau von Asklepios hatte der Klinik-Konzern trotz laufender Verträge bis 2027 keine Räume für Vitos vorgesehen. Asklepios plant für 2019 den Umzug in die neue Klinik. Die Stadt Melsungen wird dann neue Eigentümerin des Gebäudes und hat zuletzt an einem Konzept zur weiteren Nutzung gearbeitet.

„Die gute Nachricht ist, dass die Partner ihre Verträge erfüllen wollen“, sagt Markus Boucsein, Melsungens Bürgermeister. Die Gespräche seien von allen Beteiligten sehr konstruktiv geführt worden. Die Einigung sei ein wichtiges Signal für die Mitarbeiter, um Verunsicherung abzubauen. Ebenso sei so die Kontinuität in der medizinischen Versorgung der zum Teil schwer psychisch kranken Menschen gewährleistet. Boucsein ist Sprecher eines Runden Tischs an dem Dr. Peter Ender (Asklepios), Irmgard Raschka-Halberstadt (Vitos), Volker Wagner (Freundeskreis des Krankenhauses) und Professor Dr. h.c. Ludwig Georg Braun als Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses teilgenommen hatten. „Der Rest des Gebäudes soll ab 2019 natürlich nicht leerstehen“, sagt Boucsein. Wie eine mögliche Nutzung der Klinik mit Vitos als Mieter künftig aussehen könne, müsse jetzt neu erarbeitet werden. Alle Pläne zum jetzigen Zeitpunkt wären Spekulation.

Bei Vitos in Melsungen werden jährlich etwa 1200 Patienten in der Institutsambulanz und Tagesklinik behandelt. Das Einzugsgebiet umfasst den gesamten nördlichen Schwalm-Eder-Kreis- Vergleichbare Angebote gibt es erst wieder in Schwalmstadt, Merxhausen und Kassel.

(ddd)

Quelle: HNA

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