"Man hat sich auf mich eingeschossen"

Vize-Bürgermeister Biesenroth tritt zurück

+
Torsten Biesenroth

Schrecksbach. Seinen Rücktritt vom Posten des Ersten Beigeordneten Schrecksbach hat Torsten Biesenroth (46, SPD) am Nachmittag im Gespräch mit der HNA angekündigt.

Biesenroth betonte, sein Schritt stehe seit mehreren Wochen fest und habe nichts mit dem Wahlausgang am Sonntag zu tun. Es gebe nichts, das er zu verantworten habe. Er scheide nicht im Bösen, sondern wolle anderen Platz machen. Im Wahlkampf habe sich ihm erneut gezeigt, dass man sich auf ihn eingeschossen habe und seine Person in den Schmutz ziehe. Darin erkenne er ein Missverstehen des Ehrenamts, seine Familie und er seien nun erleichtert, dass die persönliche Entscheidung gefallen ist.

Gleichzeitig zeigte sich Biesenroth am späten Sonntagnachmittag überzeugt, dass die sich abzeichnende Wahlbeteiligung von vermutlich nur rund 40 Prozent zu einer Veränderung des parlamentarischen Kräfteverhältnisses führen werde, also die Sozialdemokraten ihre Mehrheit gegenüber CDU und UWG verlieren würden.

Biesenroth: „Die, die immer auf die SPD und den früheren Bürgermeister geschimpft haben, können jetzt zeigen, was sie können.“ Dabei sei über Jahre der Einfluss der SPD-Fraktion falsch dargestellt worden, vieles sei allein ihr zu Unrecht angekreidet worden. Das vermutete Wahlergebnis vom Sonntag spiegele nicht die tatsächliche Stimmung in Schrecksbach wider.

Über das Amt des SPD-Gemeindeverbandsvorsitzenden werde zu entscheiden sein, SPD-Ortsvereinsvorsitzender in seinem Heimatort Röllshausen möchte Biesenroth bleiben. Der Gemeindevertretung werde er allenfalls noch kurz angehören, wenn er am Sonntag gewählt wird.

Von Anne Quehl

Quelle: HNA

Kommentare