Die Liebe kam beim Tanz

Brunhilde und Heinrich Mänz feiern ihre Diamantene Hochzeit

Vockerode-Dinkelberg. "Das ist wie bei unserer Hochzeit", sagt Brunhilde Mänz. Die 81-Jährige lacht und schaut aus dem Fenster auf das verschneite Vockerode-Dinkelberg.

"Es hat so geschneit, dass der Schleier von meiner Frau ganz bedeckt war", erinnert sich Heinrich Mänz. Das war vor 60 Jahren. Heute feiern die beiden Diamantene Hochzeit.

Sie kennen sich schon seit der Schulzeit. "Weil der Lehrer eingezogen wurde, musste ich nach Vockerode in die Schule", sagt Heinrich Mänz, der gebürtig aus Weidelbach kommt. So kam es, dass er seiner späteren Ehefrau schon im Alter von 10 Jahren über den Weg gelaufen ist.

Einige Jahre vergingen, und sie begegneten sich in der Konfirmandenstunde wieder. Auch da dachten die beiden nicht daran, den Partner fürs Leben schon vor der Nase zu haben. Das kam erst später. "Beim Tanz", sagt Brundhilde Mänz.

Wie das war, weiß die 81-Jährige noch genau. "Wenn die Musik lief, kamen die Jungen angesprungen", sagt sie. Aber sie hat nicht mit jedem getanzt. "Ich habe viele Körbe verteilt", sagt Brunhilde Mänz. Heinrich Mänz bekam aber nie einen.

"Sie konnte unwahrscheinlich gut tanzen", schwärmt der 82-Jährige. Allerdings gingen die Treffen der beiden nie bis tief in die Nacht. "Wir hatten beide Landwirtschaft", sagt Brunhilde Mänz. Das hieß früh aufstehen.

Nach der Hochzeit bauten die beiden in Vockerode-Dinkelberg und legten die Betriebe zusammen. Obwohl ihr Sohn die Landwirtschaft schon 1988 übernommen hat: "Heinrich ist morgens immer noch der erste Mann im Stall", sagt Brunhilde Mänz.

Auf dem Hof lebt das Ehepaar mit einem ihrer Söhne und dem Enkel unter einem Dach. "Das ist bei uns noch wie früher", sagt die 81-Jährige. Und so gefällt es den beiden. "Ich würde es nicht nochmal anders machen", sagt Heinrich Mänz.

Von Verena Koch

Quelle: HNA

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