Ortseingang von Körle

Verkehrskontrolle: Völlig benebelt am Steuer

Körle. Pech hatten am Dienstag einige Autofahrer, die in die Verkehrskontrolle der Polizei am Ortseingang von Körle gerieten: Einer stand unter Drogen, zwei hatten einige Gramm Marihuana und Amphetamin dabei. Gegen diese drei Autofahrer wurde Strafanzeige erstattet.

Insgesamt überprüfte die Polizei zwischen 10 und 18 Uhr 161 Fahrzeuge und 209 Personen. Organisiert hatte die Kontrolle die Polizeidirektion Schwalm-Eder mit Unterstützung von Kriminalpolizei, der Polizeidirektion Kassel, der Hessischen Bereitschaftspolizei, des Polizeipräsidiums Osthessen und des Technischen Hilfswerkes.

Der Schwerpunkt der Kontrollen lag auf Alkohol- und Drogenkonsum am Steuer. „Mit der Zeit bekommt man einen Blick dafür, ob jemand Drogen konsumiert haben könnte“, erklärt Reinhard Giesa, Sprecher der Kriminalpolizei in Homberg. Erkennbar sei dies beispielsweise an den Augen, der Sprechweise oder der Koordination von Bewegungen. Die Hauptrisikogruppe seien junge Fahrer zwischen 18 und 30 Jahren.

Nachweisen kann man den Drogenkonsum nur durch eine Urin- oder Blutprobe – und das noch Tage später. „Wenn jemand am Wochenende gekifft hat, ist die Droge am Dienstag oder Mittwoch immer noch im Blut nachweisbar – und wirkt dort auch noch“, betont Giesa. So könne die Aufmerksamkeit auch Tage nach dem Drogenkonsum noch eingeschränkt sein. „Das ist vielen nicht bewusst.“

Dass am Dienstag nur ein Autofahrer mit Drogen im Blut erwischt wurde, sei erfreulich: „Das ist vergleichsweise wenig, bei anderen Kontrollen in dieser Größenordnung hatten wir bislang drei oder vier solcher Fälle“, erinnert sich Giesa.

Ziel der Kontrollen sei nicht, möglichst viele Autofahrer auf frischer Tat zu ertappen. Vielmehr wolle man die Menschen dafür sensibilisieren, wie gefährlich das Fahren unter Drogeneinfluss ist.

Große Kontrollen wie die am Dienstag in Körle gibt es im Schwalm-Eder-Kreis etwa alle drei Monate. Zwischendurch gibt es aber immer wieder kleinere Aktionen der Polizei. Die Beamten achten bei all diesen Kontrollen nicht nur auf Alkohol- und Drogenkonsum, sondern auch auf sonstige Verkehrsverstöße. So ertappten die Beamten am Dienstag drei jugendliche Rollerfahrer ohne Fahrerlaubnis: Sie hatten ihre Fahrzeuge frisiert und hätten deshalb eine höhere Fahrerlaubnisklasse benötigt. Ein Fahrer war mit einem nicht versicherten Fahrzeug unterwegs, eine andere wurde zur Aufenthaltsermittlung gesucht. Gegen zwei Schrottsammler wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Abfällen eingeleitet. Sieben Verkehrsteilnehmer waren nicht angeschnallt. An 17 Fahrzeugen war die Beleuchtung defekt.

Von Judith Féaux de Lacroix

Quelle: HNA

Kommentare