Volkswagen spendet  Herwig-Blankertz-Schule zwei Getriebe

Hand drauf: Volkswagen spendete

Wolfhagen. Hand drauf. Diese Floskel fällt schnell bei Kooperationen. Bei der Zusammenarbeit zwischen Volkswagen und der Wolfhager Herwig-Blankertz-Schule passt es aber.

Denn was die Baunataler am Mittwoch im Gepäck hatten, lässt sich prima anfassen, auseinander- und wieder zusammenschrauben: Volkswagen spendete dem Fachbereich Metalltechnik zwei Fünfganggetriebe: ein Schnittmodell und ein geschlossenes Modell. Sie stammen aus der Serie ML 285.

Getriebe dieser Bauart wurden zwischen 1985 und 2011 gefertigt. Sie fanden unter anderem Platz im Audi A4 und A6 sowie zwischenzeitlich im Passat. Die mitgebrachten Exemplare standen als Anschauungsmaterial in der Fertigung, wie Erhard Grabe, Abteilungsleiter Getriebebau, erklärte. „Wir hoffen, dass wir unserem Nachbarn etwas Gutes getan haben“, sagte Grabe mit einem Lachen. Und tatsächlich: Für die Berufsschule kommt das Geschenk gelegen, auch wenn es nicht das erste VW-Getriebe in der Schule ist.

„Wir können im Unterricht somit an echten Produkten arbeiten und nicht an einem gestellten Fall“, erklärt Berufsschullehrer Frank Lieber die Vorteile des VW-Modells. Es gehe darum, das theoretische Wissen an den Getrieben zu veranschaulichen. Es soll im wahrsten Sinne greifbar gemacht werden. Da viele Schüler ihre Ausbildung bei VW absolvieren, passe die Kooperation besonders gut.

„Wir wollen, dass die Schüler Funktionen nachvollziehen können“, erklärt der Pädagoge. Von dem Erfahrungsaustausch und der Ausstattung profitierten schließlich alle Schüler.

Einsatzgebiete gebe es für die Getriebe genug. Im Unterricht würden Aspekte wie die Verzahnung oder Lagerung an dem Anschauungsobjekt erklärt werden. Auch seien die beiden Getriebe eine gute Grundlage für Berechnungen, etwa wenn es um das Drehmoment geht.

Von Anke Laumann

Quelle: HNA

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