Volkszählung Schwalm-Eder-Kreis: Arbeit der Interviewer beendet

Schwalm-Eder. Die 248 Menschen, die in den vergangenen Wochen im Auftrag des Statistischen Bundesamtes als Interviewer im Landkreis unterwegs waren und die Fragebögen der Volkszählung (Zensus) 2011 gemeinsam mit den Befragten ausfüllten oder verteilten, haben Anfang August ihre Arbeit beendet.

„Die Befragung ist bisher gut gelaufen“, zieht Andrea Süsser, Leiterin der Erhebungsstelle im Kreis, ein vorläufiges Fazit.

Fast 90 Prozent der Fragebögen seien ausgefüllt worden und werden in der Erhebungsstelle erfasst, zeigt sich auch Landrat Frank-Martin Neupärtl zufrieden. Die Interviewer des Kreises berichteten durchweg von positiven Erfahrungen mit den befragten Personen. Man habe ihnen überwiegend freundlich Auskunft erteilt.

Die Zahl der Zensus-Verweigerer ist gering: Nur etwa zwei Prozent der rund 23 000 Personen, die befragt werden sollten, wollten keine Auskunft geben. „Wir schreiben jetzt alle an, die verweigert haben, den Fragebogen noch nicht zurückgeschickt haben oder nicht angetroffen wurden“, erläutert Andrea Süsser. Es gebe dafür Fristen, die eingeräumt würden.

Allerdings gibt es für alle zur Befragung ausgewählten Personen eine Auskunftspflicht. Sollte die Auskunft weiterhin verweigert werden, muss die Erhebungsstelle ein Mahnverfahren einleiten. Das kann bis zum Zwangsgeld führen, das für Privatpersonen bei 300 Euro erst beginnt.

Beschwerden habe man kaum verzeichnet, Missverständnisse häufig in Gesprächen klären können, sagt Süsser. Sie weist außerdem darauf hin, dass der Zensus weitergeht: Zur Qualitätssicherung werden am Jahresende erneut einige Haushalte befragt.

Die Erhebungsstelle in Homberg wird bis Sommer 2012 arbeiten. Sie erfasst die gesammelten Daten, die statistische Auswertung übernimmt das Statistische Bundesamt.

Quelle: HNA

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