Volkszählung: Kreis befragt 22.100 Haushalte

Schwalm-Eder. Welchen Familienstand haben Sie? Welchen Beruf üben Sie aus? Im kommenden Jahr müssen 22.100 Ein- oder Mehr-Personen-Haushalte im Schwalm-Eder-Kreis antworten - auf diese und bis zu 46 andere Fragen, die auf einem zehnseitigen Bogen stehen.

Der Fragebogen ist das Kernstück des Zensus 2011 (Volkszählung), bei dem deutschlandweit fast acht Millionen Haushalte befragt werden. Im Kreis müssen zwölf Prozent der Einwohner Auskunft geben.

Noch ist nicht klar, welche Haushalte betroffen sind. Das Statistische Landesamt gibt die Adressen demnächst an die Erhebungsstellen weiter. Die Teilnehmer für die Volkszählung, die künftig alle zehn Jahre innerhalb der Europäischen Union stattfinden soll, werden per Zufallsverfahren ausgewählt. Dabei werden Anschriften ausgesucht, keine Personen. Die Befragung des jeweiligen Haushalts kann dann laut Kreisverwaltung entweder in einem Interview stattfinden oder der ausgefüllte Fragebogen online oder per Post zurückgeschickt werden.

Die Auskunft verweigern darf man nicht - nur die Angaben zum Religionsbekenntnis sind freiwillig. Wer der Auskunftspflicht trotz Mahnung nicht nachkommt, muss mit einer Geldbuße rechnen.

Der Kreis bekommt für die Befragungen Geld vom Bund. Davon sollen unter anderem 350 Interviewer bezahlt werden, teilte Andrea Süsser von der Kreiserhebungsstelle mit. Die Suche nach Interviewern starte im Dezember.

Die für den Zensus ausgewählten Haushalte werden ab Mai 2011 befragt. Außerdem erhalten laut Süsser 5000 Bewohner in Altenheimen, Kasernen und anderen Einrichtungen die Fragebögen. Rede und Anwort stehen müssen auch Menschen in 52 Einrichtungen, zu denen etwa die Schwalmstädter Justizvollzugsanstalt gehört. Haus- und Wohnungseigentümer werden separat befragt und im Mai direkt vom Statistischen Landesamt angeschrieben. (lgr/rud/ler)

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Quelle: HNA

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