So voll war es noch nie: Viel los beim Melsunger Weinfest

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Wein, Wetter und Stimmung passten: von links Edith Franke (Adelshausen), Petra Wetterau (Melsungen), Wolfgang und Waltraud Geise (Körle), Claudia und Jochen Knauf (Körle) beim Prosten.

Melsungen. Bei lauschigem Wetter strömten Besucher aus dem Umkreis, von Kassel bis Rotenburg und noch weiter weg, nach Melsungen. So voll war es noch nie, stellte Melsungens Bürgermeister Markus Boucsein kurz nach Mitternacht fest.

Rund ums Rathaus blieben keine Bank und kein Stuhl unbesetzt, im Gegenteil, im Laufe des Abends wurden ständig neue Sitzgelegenheiten herbeigeschafft, so dass es am Ende mehr als 3000 Besucher gewesen sein dürften. Einigen Weinständen gingen dann auch die Weingläser aus. Die Combo „Die Zwiebeltreter“ aus Bamberg heizte ordentlich ein. Von Volkstümlich bis Rock, von Disko bis Country, garniert mit Stimmungs- und Showeinlagen, hatten sie alles im Repertoire. Die Zuschauer waren begeistert, tanzten, sangen und schunkelten. Sie wurden immer wieder zum Prosten aufgefordert, was sie aber auch unaufgefordert fleißig taten.

Das 19. Melsunger Weinfest ist gelungen, schon am Freitagabend waren über 2000 Besucher anwesend, erklärten die Veranstalter.

„Nach dem Weinfest ist vor dem Weinfest“, sagte Karin Braun von der Tourist-Info. Sie und weitere fünf Helfer sind für die Organisation zuständig. Elf Betreiber versorgen die Besucher. Sie haben wie jedes Jahr ihre Stände unter den Platanen des Königsplatzes aufgebaut. Bereits jetzt gibt es eine lange Warteliste von neuen Anbietern, die nach Melsungen wollen.

19. Melsunger Weinfest auf  dem Königsplatz

Weine aus den Anbaugebieten Rheingau, Mosel, Baden, Rheinhessen, Elsass und Pfalz waren im Ausschank. Kirschwein, Apfelwein, Cocktails, Bier, Säfte und ein Imbiss rundeten das Angebot ab.

Das Weingut Gabel aus Herxheim beispielsweise ist bereits zum zwölften Mal in Melsungen dabei. Die Besitzer sind nur in Hannover und Melsungen unterwegs. Rianne Gabel ist begeistert: „Die Menschen sind freundlich und gut drauf.“ Sie reisten am Donnerstag an und hatten 500 Flaschen im Gepäck. Am Samstagabend waren die meisten schon ausverkauft, genau wie bei den anderen Anbietern.

Das Weinfest war eine Werbung für die Stadt, so dass viele Besucher einer Wiederholung im nächsten Jahr erfreut entgegensehen, selbst wenn es regnen sollte.

Von Hannelore Braun

Quelle: HNA

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