Die erste volle Saison auf der Freilichtbühne ist vorbei – Stadt zieht positive Bilanz

Volle Ränge im Stadtpark

Viele Zuschauer: Zur erfolgreichsten Veranstaltung, dem Märchentag, kamen mehr als 3000 Besucher in den Stadtpark und an die Freilichtbühne.

Gudensberg. Die Gudensberger Freilichtbühne war umstritten. Ein teures Schlumpfhausen, nannten Spötter das Bauwerk im Stadtpark. Die Bilanz nach der ersten vollen Saison kann sich aber sehen lassen. Mehr als 8500 Besucher kamen zu den 20 Veranstaltungen. Das heißt, dass in den Monaten von Mai bis September an jedem Wochenende mindestens eine große Veranstaltung stattgefunden hat. „Wir sind sehr zufrieden“, sagt Monika Faupel, Kulturbeauftragte der Stadt.

Finanziell ging die Rechung ebenfalls auf: „Wir haben mit den Veranstaltungen eine schwarze Null geschrieben“, sagt Bürgermeister Frank Börner. Nicht gerechnet seien dabei allerdings die Personalkosten für die Kulturbeauftragte. Aber es sei dennoch mehr, als zu erwarten gewesen war.

Besucher aus Kassel werben

Aber es gibt noch Luft nach oben: „Das Einzugsgebiet für die Veranstaltungen soll für das kommende Jahr ausgeweitet werden. Aus dem Kasseler Raum und dem Schwalm-Eder-Kreis könnten mehr Besucher kommen“, sagt Faupel.

Im Programm gab es durchaus einige überregional interessante Punkte. Besuchermagnet und Höhepunkt der Saison war der Märchentag am 31. Juli. 3000 Besucher waren gekommen, um Theateraufführungen, Kleinkunst, Lesungen und vieles mehr zu erleben. „Den Märchentag werden wir daher im kommenden Jahr erneut veranstalten“, sagt Faupel.

Der Tag steht auch schon fest: es wird wieder der 31. Juli sein. Bis dahin soll die Bühne auch in der Region bekannter sein. Die Verkehrsanbindung stimme jedenfalls, ein Schnellbus aus Kassel halte fast genau vor den Toren des Stadtparks, sagt Monika Faupel. Die Bühne sei aber auch sonst ein voller Erfolg geworden, sagt Börner. Täglich werde sie etwa von verschiedenen Kindergartengruppen genutzt, im Park flanierten Familien und Kinder seien zum Spielen da. „Es ist eigentlich immer Leben im Park und auf der Bühne“, bestätigt Faupel.

Die erhoffte Belebung der Innenstadt sei gelungen. Die Anbindung der gastronomischen Nachbarbetriebe sei ebenfalls sehr gut. Keine Neuigkeiten gebe es allerdings bei der geplanten Überdachung.

„Die eingeholten Angebote stehen in keinem sinnvollen Kosten-Nutzen-Verhältnis. Wir sondieren aber weiter den Markt“, sagt Börner. Es sei aber unwahrscheinlich, dass es mit dem Regen- und Sonnenschutz im kommenden Jahr schon etwas werde.

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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