Die Sanierungsarbeiten in St. Peter sollen bis Oktober beendet sein

Sanierung des Doms in letzter Phase

Seltene Einblicke: Mehr als 20 Meter über dem Boden liegt das Gewölbe (Mitte). Die Farben der Bemalung wurden aufgefrischt (links), das Wappen befindet sich an einer Seite ebenfalls hoch über dem Boden.

Fritzlar. Im Inneren des Fritzlarer Doms erklingt Popmusik, die Orgel schweigt. Es sieht auch völlig anders aus, denn die Sanierung von St. Peter ist in der letzten Phase.

Im Haupt- und im Nordschiff wird gearbeitet. So sitzt Teresa Sieper auf einem Gerüst hoch oben unter einem Gewölbebogen. Mit sicherer Hand zeichnet sie die alten Muster nach.

Die Kirche wird nicht neu gestrichen, die alte Bemalung wird lediglich aufgefrischt, betont Domkurator Anton Pristl. Die Farben werden zudem verfestigt, damit sie möglichst lange halten, denn der Aufwand alleine für den Gerüstaufbau ist immens.

Im Dom lassen sich aus allen Bauphasen der Kirche Farben finden, sagt die Restauratorin. Vieles stamme noch aus den Ursprüngen im Jahr 1245, danach seien immer wieder kleinere Veränderungen vorgenommen worden.

Für die Experten gab es viel zu tun. So mussten alle Gewölbeflächen und Teile der Wandfläche wegen Reparaturschäden zunächst mit Spachteln abgekratzt werden.

Die Arbeiten an den Gewölben des Hauptschiffs sind bereits abgeschlossen. Zurzeit sind sie von unten nicht zu erkennen sind, da mit dem Gerüst eine Zwischendecke eingezogen wurde.

Der Hochchor, er ist momentan hinter einer Bretterwand verborgen, ist so gut wie fertig. Nur die Beleuchtung und die Beschallung fehlen noch. Die Heizungsanlage, die im gesamten Dom erneuert wurde, ist ebenfalls installiert.

Die Kabel für die neue Elektrik liegen, nur die Anschlüsse müssen noch gemacht werden. Der behindertengerechte Zugang, der am Domeingang geschaffen werden soll, ist ebenfalls in Arbeit.

Ende Juli soll das Gerüst abgebaut werden, hofft Pristl. Und Ende Oktober soll der Dom dann im alten Glanz erstrahlen. Bis dahin werden für die Arbeiten 2,8 Millionen Euro ausgegeben worden seien, lautet Pristls momentane Schätzung.

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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