Energiegenossenschaft zieht positive Bilanz für 2012 und investierte schon 2,5 Mio. Euro

Voran mit Wind und Sonne

Der Vorstand der Genossenschaft am Solarpark Harthberg: Hans-Kurt Bernhardt, Ernst George, Dr.  Brigitte Buhse, Horst Kaisinger und Zafre Kalem (von links). Archivfoto: Rose

Schwalmstadt. „Wir sind mit dem Stand unserer Arbeit zufrieden“, erklärte Dr. Brigitte Buhse. Sie ist Vorstandsmitglied der Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll. Nach der Generalversammlung zog sie im Gespräch mit der HNA Bilanz für das Jahr 2012. Rund 100 Mitglieder waren zu der Sitzung in der Kulturhalle Ziegenhain gekommen.

Im Bereich der Photovoltaik verfügt die Genossenschaft über elf Anlagen. Weitere seien geplant. Die Projekte im Bereich Windkraft seien ebenfalls auf einem guten Weg. Ende 2014 soll in Ottrau der erste Windpark stehen. Insgesamt investierte die Genossenschaft rund 2,5 Millionen Euro in erneuerbare Energien.

Schon knapp 300 Eigner

Die erfolgreiche Arbeit der Genossenschaft spiegelt sich laut Brigitte Buhse auch in der steigenden Mitgliederzahl wieder: „In nur knapp 19 Monaten seit unserer Gründung haben wir 221 Mitglieder hinzu gewonnen.“ Im September 2011 zeichneten 76 Gründungsmitglieder die ersten Geschäftsanteile. Mittlerweile halten 297 Eigner über 2000 Anteile der Energiegenossenschaft.

„Unsere Projekte sind im südlichen Schwalm-Eder-Kreis angesiedelt“, erklärte Brigitte Buhse. Als nächstes gehe es an eine Erweiterung des Solarparks Harthberg. „Hier gibt es noch eine Lücke, die geschlossen werden soll.“ Im Bereich der Windkraft fänden derzeit überall in der Region Informationsveranstaltungen statt. „Es geht darum, die Erträge aus der Windenergie für die Leute vor Ort zugänglich zu machen“, machte Birgit Buhse deutlich. Am weitesten sei man in dieser Hinsicht in Ottrau: „Hier ist der nächste Schritt, eine lokale Beteiligungsform zu gründen.“

Obwohl die Genossenschaft mit Erfolg tragfähige Projekte in der Region umgesetzt habe, seien die Rahmenbedingungen weiter schwierig, „da kommen verschiedene Faktoren zusammen.“ Durch die Neuerungen im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) habe es Kürzungen im Bereich der Photovoltaik gegeben. Änderungen im Regionalplan Nordhessen nach einem Gerichtsurteil im Jahr 2011 hätten die Projektplanung für Windparks erschwert.

Positiv wirkten sich die Energiewende der Bundesregierung sowie der hessische Energiegipfel aus: „Der Weg führt zu erneuerbaren Energien.“

Von Jonathan Vorrath

Quelle: HNA

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