Ganz ohne Secret Service

Vorbereitungen für den Auftritt von Angela Merkel laufen auf Hochtouren

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Alles durchgeplant: (von links) Michael Schär, Martin Graefe und Michael Stöter von der CDU stehen genau dort, wo am Donnerstag die Bühne für Kanzlerin Merkel aufgebaut wird.

Fritzlar. Ganz Deutschland wird am Donnerstag für einen Moment auf Fritzlar schauen, davon ist Bürgermeister Hartmut Spogat (CDU) überzeugt. Denn um 19 Uhr, wird Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel zu Gast in der Dom- und Kaiserstadt sein.

Auffällig beim Wahlkampf der Kanzlerin: Er führt sie in viele kleinere Städte. „Es ist doch schön, dass diesmal nicht nur Frankfurt, Wiesbaden und Kassel im Mittelpunkt stehen“, sagt der Geschäftsführer der CDU-Schwalm-Eder, Michael Schär.

Es geht früh los mit den Vorbereitungen für den Wahlkampf-Auftritt auf dem Domplatz. Bereits um 8 Uhr beginne am Donnerstag der Aufbau der Bühne, so Spogat. Die Technik müsse installiert und alles für die Veranstaltung vorbereitet werden, erklärt er. „Der Dom wird aber weiterhin zugänglich bleiben.“

Und anders als bei Besuchen des amerikanischen Präsidenten in Deutschland, werden bei Merkel-Auftritten im Vorfeld keine Kanaldeckel zugeschweißt, sagt Michael Schär mit einem Augenzwinkern. „Es ist doch gut, dass wir uns in Deutschland weit unterhalb der Sicherheitsansprüche des Secret Service bewegen können“, erklärt Michael Stöter, Nordhessen-Beauftragter der CDU. Natürlich werde die Sicherheit aber auch in Fritzlar groß geschrieben.

Viel zu tun hat die Stadtverwaltung während des Besuchs der Kanzlerin nicht: Lediglich das Gelände müsse zur Verfügung gestellt werden, und auch einige der Ordnungskräfte der Stadt seien ergänzend im Einsatz. Zusätzlich zum Sicherheitspersonal, dass die Kanzlerin mitbringt, ist der CDU-Kreisverband mit freiwilligen Ordnern vertreten. Im Einsatz sind aber auch die Polizei und für den Sanitätsdienst das DRK. Alles rund um die Sicherheit der Kanzlerin werde von ihrem Team und der Polizei organisiert, erklärt Stöter.

Und auch sonst bringt Merkels Wahlkampf-Tross nicht nur die Kanzlerin mit: Die Bühne und die Band ist ebenfalls mit auf Tour. Getränke und Essen werden von den Eddernarren angeboten.

Spogat rechnet mit vielen Menschen auf dem Domplatz. „Wenn alle Plätze ausgenutzt werden, würden 5000 Menschen hinpassen.“ Fritzlar werde in jedem Fall mit dem Andrang zurechtkommen. Während die CDU auf 4000 Besucher hofft, geht die Polizeidirektion des Schwalm-Eder-Kreises von 3000 Zuschauern aus.

Fest steht, den schönsten Ausblick des Abends werden die Redner haben, denn die Bühne wird nicht vor dem Dom, sondern gegenüber aufgebaut. Merkel wird also nicht nur auf die Zuschauer, sondern auch auf den Dom blicken. Vor allem auf gutes Wetter hoffe man beim CDU-Kreisverband, sagt Martin Graefe. Den Standort für die Bühne, auf der Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier und anschließend die Kanzlerin zu sehen sein werden, habe man mit Bedacht gewählt. „Wir werden eine Videoleinwand aufbauen und da mussten wir auch an den Sonnenstand denken, damit etwas gesehen werden kann“, so Graefe.

Für alle Besucher sei wichtig, dass sie frühzeitig, so gegen 17.30 Uhr, zum Domplatz kommen, um einen guten Platz zu ergattern. Der Bereich um den Domplatz und den Dr.-Jestädt-Platz werde für den Verkehr gesperrt. Doch zu Fuß komme man gut durch. „Vom Marktplatz, am Rathaus vorbei“, so lautet die Empfehlung der CDU.

Von Benjamin Kling und Maja Yüce

Quelle: HNA

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