Vorbereitungen für Rosenmontagsumzug in Fritzlar laufen

Rosenmontagsumzug in Fritzlar

Fritzlar. Alle Wille! Eine prächtige Narrenparade gibt es am Rosenmontag wieder in Fritzlar. Davon geht zumindest Dirk Siemon, Chef des Rosenmontagsumzugs, ganz fest aus.

Er weiß auch schon jetzt - immerhin mehr als eine Woche vorher -, dass das Wetter hervorragend sein wird und bis zu 30 000 Besucher dem Festzug zujubeln werden. Das sagte der Sprecher des Rosenmontagsausschusses und Zugleiter im HNA-Gespräch.

Die Gäste sollten dennoch einen Regenschirm einpacken - für die Kamelle. Denn allein die Eddernarren hätten etwa 700 Kilo an Bonbons, Popcorn und anderen Süßigkeiten an Bord. „Die anderen Vereine sind auch gut ausgestattet“, sagt Siemon. „Da lohnt es sich, den Schirm aufzuspannen.“

Mehr als 65 Zugnummern erwartet er, sagt Siemon beim Blick auf die Teilnehmerliste. 35 Fußgruppen, 23 Wagen, vier Musikzüge, zwei Auto-Gruppen und ein großes Pferdegespann einer Brauerei haben sich bislang angemeldet. „Es wird ein bunter Umzug“, sagt Siemon. Zudem ein hochherrschaftlicher, denn 14 Tollitäten, also Prinzen- und Fürstenpaare sowie das Dreigestirn, werden dabei sein.

Und: Diesmal werde auch alles wieder wie immer sein, sagt er. Das sei eine gute Nachricht, denn im vergangenen Jahr hatte eine Baustelle auf dem Marktplatz dafür gesorgt, dass der Umzug nicht die traditionelle Route nehmen konnte. „Dadurch hatten wir viele Standzeiten“, sagt Siemon. Er wäre wohl kein Karnevalist, wenn er dafür nicht auch eine humorvolle Erklärung parat hätte: „Es war eben mal ein stehender Festzug und die Zuschauer hatten mehr Zeit, die Wagen zu betrachten und mit den Zugteilnehmern zu tanzen“, sagt er und lacht.

Allerdings werde es auch diesmal wieder eine Einschränkung geben. „Durch den Umbau des Marktplatzes wird durch die neue Bühne nur Platz für den Prinzenwagen und nicht mehr für den des Kinderprinzenpaares sein“, sagt er. Doch das sieht Siemon, der bereits seit 33 Jahren Mitglied der Fritzlarer Karnevalsgesellschaft Eddernarren ist, gelassen: „Der Kinderumzug ist am Dienstag, dann ziehen die Gruppen am Wagen des Kinderpaares vorbei.“

Genaue Absprachen treffe man derzeit noch mit der Polizei, sagt Siemon. Denn wegen der geplanten Kagida-Demonstrationen in Kassel seien die Beamten dort im Einsatz und es seien nicht so viele Polizisten wie sonst für den Rosenmontagsumzug vorgesehen. Zudem fehle es deshalb auch an Absperrgittern. Denn auch diese würden in großer Zahl in Kassel benötigt. „Bei uns ist durch die Wagenbegleitung zusätzliche Sicherheit gegeben, aber wir sind trotzdem auf die Unterstützung der Polizei angewiesen“, sagt Siemon.

• Der Rosenmontagszug startet um 14 Uhr vom Hellenweg durch die Kernstadt.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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