Ehrenbriefe des Landes Hessen für vier ehrenamtlich engagierte Menschen aus dem Schwalm-Eder-Kreis

Vorbildlich gelebte Nächstenliebe

Gesellschaftliche Vorbilder: Die Geehrten (vorn von links) Werner Fenge, Dieter Hartmann, Anna-Karin Hofmann, Landrat Frank-Martin Neupärtl und Karl-Otto Deckmann mit den Gratulanten Günter Faupel (Stadt Fritzlar) sowie (hinten von links) Melsungens Stadtrat Fritz-Josef Voit, DRK-Kreisgeschäftsführer Manfred Lau, Felsbergs Bürgermeister Volker Steinmetz, Leiter der Staatlichen Abteilung Erwin Hochfeld und Horst Werner vom Freundeskreis Melsungen. Foto: Ehl-von Unwerth

Schwalm-Eder. „Die Welt lebt von Menschen, die mehr tun als ihre Pflicht“. Dieses Zitat von Ewald Balser wählte Landrat Frank-Martin Neupärtl kürzlich als Auftakt für eine besondere Feierstunde: Vier verdiente Bürger aus dem Schwalm-Eder-Kreis erhielten Ehrenbriefe des Landes Hessen für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement in den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen.

Anna-Karin Hofmann aus Melsungen ist seit 47 Jahren für den DRK-Ortsverein Melsungen tätig. Ab 1978 war sie mehrere Jahre lang Bereitschaftsleiterin, darunter 13 Jahre auch für den DRK-Kreisverband Schwalm-Eder. Seit 1996 ist sie stellvertretende Vorsitzende, seit 1998 stellvertretende Bereitschaftsleiterin im Melsunger Ortsverein. Zu ihrer jahrzehntelangen Einsatzbereitschaft zählten zudem Aktivitäten im Jugendrotkreuz, bei Sanitätsdiensten und in der DRK-Rettungswache sowie die Leitung des DRK-Personals beim Hessentag, die Betreuung vonÜbersiedler und DDR-Aussiedlern sowie die Unterbringung von Asylanten. Fünf Jahre lang engagierte sie sich im Seniorenbeirat ihrer Heimatstadt.

Dieter Hartmann aus Melsungen ist seit mehr als einem Vierteljahrhundert im Freundeskreis Melsungen tätig, davon fast 20 Jahre als Vorstandsmitglied. Als Ansprechpartner bei Sprechstunden und als Begleiter in Gruppengesprächen wirkt der ehrenamtliche Suchtkrankenhelfer aktiv mit, betroffenen Menschen wieder auf die gesunde Seite des Lebens zu verhelfen. Mit seinem freiwilligen und uneigennützigen Engagement trage er entscheidend dazu bei, die vielfältigen Aufgaben der Suchthilfe-Selbsthilfegruppe zu bewältigen, sagte der Landrat.

Werner Fenge aus Felsberg engagiert sich seit einem Vierteljahrhundert als Vorstandsmitglied im Burgverein Felsberg. Der „Bankwart“ kümmert sich um mehr als 40 Ruhebänke entlang der Rundwanderwege. Daneben ist Fenge seit 1985 Mitglied des Städte-Partnerschaftsvereins Felsberg, seit 1995 stellvertretender Vorsitzender des Haus- und Grundbesitzervereins Felsberg, seit 1996 Vorsitzender der Jagdgenossenschaft Felsberg und seit wenigen Monaten zudem Radwegebeauftragter. Kommunalpolitisch engagierte er sich knapp 15 Jahre lang in seinem Heimatort, davon vier Jahre als stellvertretender Ortsvorsteher.

Karl-Otto Deckmann aus Fritzlar war knapp 20 Jahre lang Kirchenvorstands-Mitglied der Evangelischen Kirchengemeinde Fritzlar, seit zehn Jahren ist er dessen Ehrenmitglied. Während seines 23-jährigen Engagements als Vorsitzender des Evangelischen Vereins Fritzlar initiierte er eine umfangreiche Seniorenarbeit, förderte die Integration russlanddeutscher Familien, vermittelte sozial schwachen Mitbürgern unbürokratische Hilfe und unterstützte die Anlaufstelle des Diakonischen Werkes für durchreisende Obdachlose. Sechs Jahre war er aktiv im Seniorenbeirat, er singt in der Kantorei sowie in der Liedertafel Fritzlar.

Von Sigrid Ehl-von Unwerth

Quelle: HNA

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