Für die Verlegung des Busbahnhofs an den Melsunger Bahnhofsvorplatz haben jetzt die Bauarbeiten begonnen

Vorläufig auf neuen Wegen zum Zug

Hier werden bald die Busse halten: Von links Bürgermeister Dieter Runzheimer, Ingenieur Ingolf Bittermann, Stadtbauamtsleiter Martin Dohmann und Anette Blumberg vom NVV – Bild unten: So soll das Bahnhofsgebäude einmal aussehen, rechts die künftigen Bushaltestellen. Foto:  Schwarz / Repro: Stadt Melsungen

Melsungen. Am Melsunger Bahnhof werden Fahrgäste ab nächstem Frühsommer mit wenigen Schritten zwischen Bussen und Bahnen umsteigen können. Auf dem Vorplatz sind seit kurzem Baumaschinen zugange und reißen den Asphalt auf. Die Bauleute bereiten die Verlegung des Melsunger Busbahnhofs direkt vor das Bahnhofsgebäude vor.

Das bringt einige provisorische Änderungen für die Bahnhofsnutzer mit sich. Sie werden das Bahnhofsgebäude einstweilen auf der zum Aldi-Markt hin gelegenen Seite umrunden müssen, wenn sie zu den Gleisen gelangen wollen. Dafür wird im Bereich des früheren Güterschuppens gerade eine Fußgängerrampe gebaut. In etwa zwei Wochen könne dieser Zugang genutzt werden, sagte Ingenieur Ingolf Bittermann vom Planungsbüro Oppermann, das die Außenarbeiten gemeinsam mit dem Stadtbauamt koordiniert.

Auch die Taxis, die bisher auf dem Bahnhofsvorplatz warteten, mussten ausweichen. Ihr Halteplatz befindet sich während der Bauarbeiten jenseits der Bahngleise, wo der neue Parkplatz am Schwalbenweg entstanden ist.

Die Verlegung des Busbahnhofs wird Platz schaffen für weitere Autostellplätze im Bereich der Bahnhofstraße: Insgesamt 68 Parkflächen sollen dort entstehen, erläuterte Melsungens Stadtbauamtsleiter Martin Dohmann. 45 davon sollen Dauerparkplätze werden, die restlichen Flächen seien für Kurzparker und Behinderte gedacht.

Von der Löwe-Kreuzung her werden künftig nicht nur Autofahrer dieses neue Parkplatzgelände ansteuern können, sondern auch die Busse auf eine ansteigende Zufahrt gelangen, die sie direkt bis auf den Bahnhofsvorplatz führt. Dort werden nach Angaben der Planer drei Bus-Halteplätze, eine Wartespur sowie ein überdachter Wartebereich für die Fahrgäste geschaffen.

Kürzere Fußwege

Wer sein Auto auf dem neuen Parkplatz abstellt, wird einen gesonderten Fußweg in Richtung Bahngleise nutzen können. Die Rampe, die vom Bahnsteig in den Tunnel unter den Gleisen führt, soll durch eine Öffnung am Rampen-Wendepunkt an diesen Fußgängerweg angeschlossen werden. Dadurch werde der Weg zum Zug direkter, sagte Ingenieur Bittermann.

Für den Bereich des Bahnhofsvorplatzes wird es nach dem Umbau übrigens eine Einbahnregelung geben: Busse und Taxis verlassen das Gelände künftig in Richtung Aldi-Einmündung, Autos werden von dort keine Zufahrt mehr haben.

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Quelle: HNA

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