14 Oberstufenschülerinnen besuchten Altenheime und Kindergärten in Wolfhagen

Vorlesen als Geschenk

Vorleserinnen und ihr Publikum: 14 Oberstufenschülerinnen der Wilhelm-Filchner-Schule, hier im Kindergarten Liemecke, lasen in den beiden Wolfhager Pflegeheimen sowie in drei Kernstadt-Kindergärten vor. Foto: Michl

Wolfhagen. Der schönste Lohn für 14 Schülerinnen der Jahrgangsstufe E 1 der Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule war die Bitte einer Bewohnerin der Wolfhager Seniorenresidenz Phönix: „Kommt bitte alle bald wieder und lest uns wieder vor.“ Diese Bitte hörten die Schülerinnen auch in der Stiftung Altersheim (Karlstraße) sowie in den Kindergärten Raiffeisen-, Landgrafenstraße und Liemecke.

Julia Werner, Leonie Bandurski, Philine Zawada, Eva-Franziska Kraushaar, Lara van Leeuwen, Malena Wicke, Cilja Kummerow, Ina Stawinski, Alexandra Groß, Ann-Kathrin Schmidt, Joana Manus, Caroline Haupt, Loumy Groß und Natascha Raue hatten sich während einer literarischen Projektarbeit mit ihrer Lehrerin Martina Sälzer-Hapke, einer von zwei Beauftragten für Lesekompetenz an der Schule, etwas Besonderes ausgedacht. Sie wollten in ihren schulischen Freistunden ehrenamtlich in die fünf Betreuungseinrichtungen gehen, um dort vorzulesen. Was, aufgeteilt in jeweils einer Zweiergruppe, auch in die Tat umgesetzt wurde.

Sowohl in den beiden Pflegeheimen wie auch in den drei Kindertagesstätten stieß das Vorhaben der E1-Schülerinnen auf ein positives Echo. Wobei vor allem im Haus Phönix auf dem Teichberg und in der Stiftung Altersheim noch ein weiterer und so von den meisten Schülerinnen noch nie erfahrener Lernaspekt hinzukam.

Denn das Buch, die vorgelesenen Geschichten, das Zuhören waren für viele der älteren Menschen nur Nebensache. Vielmehr suchten die Senioren immer wieder das Gespräch, diskutierten über das Gehörte, erzählten von sich, ihrer Einstellung zur Literatur und wie sie früher selbst ihren Kindern oder Enkelkindern zu Hause vorgelesen haben.

Die 14 Mädchen haben sich jedenfalls vorgenommen, dass ihre Vorleseaktion keine Eintagsfliege bleiben, sondern zur Dauereinrichtung werden soll. Eine Schülerin: „Wir ahnten ja nicht, wie viel Freude und Dankbarkeit uns von den Zuhörern geschenkt und zurückgegeben wurde.“

Von Reinhard Michl

Quelle: HNA

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