Polizei appelliert an Fahrer

Vorsicht beim Start in die Motorradsaison

Wolfhager Land. Mit den gestiegenen Temperaturen wurde auch die Motorradsaison eingeläutet: Und damit steigt auch die Gefahr von Unfällen. „Die meisten Motorradunfälle passieren am Anfang der Zweiradsaison“, teilt Torsten Werner vom Polizeipräsidium Kassel mit.

Damit bezieht er sich auf die Monate April und Mai. Nach der Unfallstatistik der Polizei ereigneten sich im Jahr 2012 649 Unfälle mit Motorradfahrern in Nordhessen. Ein Jahr zuvor waren es sogar noch 721. Die Zahlen von 2013 wurden zwar noch nicht veröffentlicht, aber Werner sprach von einer weiter sinkenden Tendenz.

Kurvenreiche Strecken oder Einmündungen von Feldwegen gelten nach Angaben des Polizeisprechers als Gefahrenbereiche. Im Wolfhager Land sei zudem auf den Bundesstraßen 251 und 450 zusätzliche Vorsicht geboten, wobei Werner aber nicht von besonderen Unfallschwerpunkten spricht.

Er nennt mehrere Gründe, weshalb die meisten Motorradunfälle im Frühling verzeichnet werden. „Die Fahrer müssen nach dem Winter erstmal wieder ein Gefühl für ihre Maschine entwickeln. Und auch Autofahrer brauchen einige Zeit, um sich wieder auf Motor- und Fahrräder im Straßenverkehr einzustellen“, sagt er. „Die Silhouette der Motorradfahrer mit nur einem Licht wird von Autofahrern noch nicht richtig wahrgenommen, weil im Winter kaum Zweiräder unterwegs sind“, sagt er. Deshalb appelliert der Beamte an alle Verkehrsteilnehmer, rücksichtsvoll und vorausschauend zu fahren und keine Kurven zu schneiden.

Um das Unfallrisiko zu verringern, sollten Fahrer zu Beginn einer Saison ihre Zweiräder technisch überprüfen und sich mit dem Handling vertraut machen. Im Idealfall, so Werner, mit einem Fahrsicherheitstraining beim ADAC oder Fahrschulen. Man sollte kleinere Strecken fahren, ehe größere Ausflüge angepeilt werden. 

Von Nico Beck

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Symbolbild/dpa

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