Vorsorgen für den Lebensabend: Umfrage unter Schwälmern

Schwalmstadt. Die Altersarmut entwickelt sich zu einem ernsthaften Problem. Viele Menschen können von ihrer Rente kaum mehr leben und müssen weiterhin arbeiten. Wir haben die Schwälmer gefragt: Machen Sie sich Sorgen um ihre Rente und wie sorgen Sie für das Alter vor?

Angelika März (53) aus Trutzhain sagt: „Meiner Meinung nach sollte es eine Mindestrente geben. Ich habe zwar vorgesorgt, aber die Angst ist natürlich trotzdem immer da. Man weiß ja nie was kommt. Aber die Riester-Rente habe ich zumindest abgeschlossen.“

Eva Kelemen (33) aus Treysa sieht die Situation optimistischer: „Ich habe mir noch nicht so viele Gedanken über die Altersvorsorge gemacht. Ich denke, die Politik wird schon etwas unternehmen, damit die Renten sicher sind. Ich beziehe Sozialhilfe und gehe trotzdem noch arbeiten, aber da bleibt nicht viel, um privat vorzusorgen.“

Marco Link (28) aus Treysa ist in einer ähnlichen Lage: „Ich fände es besser, wenn die staatliche Rente aufgestockt werden würde. Ich arbeite jetzt im Sommer in der Eisdiele. Von dem Geld kann man nicht privat vorsorgen.“

Monika May (60) aus Ziegenhain ist besorgt: „Ich habe durchaus Angst. Bei meinem Beruf als Frisörmeisterin habe ich mein Leben lang zu wenig verdient. Das was ich hatte, habe ich in mein Haus investiert. Die Auszubildende bei mir im Geschäft hat den Beruf nach der Ausbildung gewechselt, wegen der allgemein schlechten Situation im Frisörhandwerk. Ich kann das verstehen.“

Oliver Welter (32) aus Treysa nimmt das Thema Rente selbst in die Hand: „Ich sorge schon seit 14 Jahren privat vor. In den Staat habe ich kein Vertrauen, daher habe ich Goldanlagen und private Versicherungen. Es ist einfach kein gute Idee, sich auf den Staat zu verlassen. Ich will später nicht vom Sozialsystem abhängig sein.“

Sascha Seim (38) aus Treysa ist frustriert: „Mein Vater hat sein Leben lang gearbeitet und bekommt kaum Rente. Es wird viel versprochen und dann ändern sie wieder was in Berlin und man bekommt nur die Hälfte. Was in 30 Jahren ist, weiß niemand.“ (kkx)

Quelle: HNA

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