Angeklagter revidiert Aussage

Weißenthalsmühle: Vorwürfe gegen Polizisten haltlos

Niedenstein/Kassel. Im Prozess um die Brandserie Weißenthalsmühle hat das Landgericht inzwischen Termine bis zum 30. November anberaumt.

Nach drei Verhandlungstagen stehen damit noch mindestens zwölf weitere an. Die fortgesetzte Vernehmung eines der drei Angeklagten, des 55-Jährigen aus Hofgeismar, legte gestern auch nahe, dass diese Zeit gebraucht wird.

Denn der 55-Jährige drehte am Montag erneut große Volten in seinem Aussageverhalten: Am zweiten Prozesstag hatte er schwere Vorwürfe gegen einen Polizeibeamten erhoben. Frühere belastende Aussagen gegen die Angeklagte Corinna S. seien ihm „in den Mund gelegt“ worden, behauptete er. Am Montag nahm er dies zurück.

Aus dem Archiv: Erneut Brand an der Weißenthalsmühle

Erneut Brand an der Weißenthalsmühle bei Kirchberg

Lesen Sie auch:

Nach Brandserie: Zeuge lebt seit Aussage in steter Angst

- Nach Brandserie: Familie gibt Weißenthalsmühle auf

-Weißenthalsmühle: Brandserie sorgt für Angst

Ausführlich sprach der 55-Jährige darüber, wie der Angeklagte Volker G. ihn beauftragt habe, erst das Wohnhaus auf dem Anwesen Weißenthalsmühle und dann eine Scheune in Brand zu setzen. 10.000 und 7500 Euro habe er dafür bekommen.

Er wollte sich dabei an viele Details erinnern, nach denen er am 27. August vergeblich gefragt worden war. Zu Anfang der Sitzung hatte er eine Erklärung verlesen: Er nehme Medikamente gegen Diabetes. Vor zwei Wochen sei er wohl unterzuckert gewesen - und habe sich daher während der Verhandlung nicht richtig konzentrieren können. (kaj)

Mehr dazu am Dienstag in der gedruckten Ausgabe der HNA.

Quelle: HNA

Kommentare