VR-Bank: Engagiert und mittendrin im Chattengau

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Zwei von tausend Stäben: Vor der Hauptstelle der VR-Bank Chattengau mitten in Gudensberg stehen die Grudda-Stäbe mit silbernen Figuren, die die Genossenschaft symbolisieren. Die beiden Vorstände Thomas Völker (links) und Kai Mardorf sehen ihre Bank weiter auf Erfolgskurs.

Gudensberg. VR-Bank Chattengau setzt weiter auf Kundennähe und regionale Identität.

Eher schlank aufgestellt, kundenorientiert und regional ausgerichtet, eher konservativ als risikofreudig: So sieht sich die VR-Bank Chattengau, die als genossenschaftlich organisierte Bank im Norden des Landkreises ihren Geschäftsbereich hat in den Kommunen Gudensberg, Niedenstein, Edermünde, Wabern, Guxhagen und Fuldabrück.

Die Nähe zu den Menschen, die ihre Kunden sind, zahlt sich geschäftlich aus: Auch für das vergangene Jahr meldet die VR-Bank gute Zahlen. Wie die Vorstände Thomas Völker und Kai Mardorf im Gespräch mit der HNA betonten, sind Bilanzsumme, Kreditvergabe und Einlagen gegenüber 2012 weiter gestiegen.

Lediglich der Jahresüberschuss blieb mit 1,1 Millionen Euro um 100 000 Euro unter dem Ergebnis von 2012. Das sei der schwierigen Situation mit den extrem niedrigen Zinsen geschuldet, betonte Völker. Die Ertragslage sei jedoch nahezu stabil, die Eigenkapitalausstattung mit über zehn Prozent der Bilanzsumme weit überdurchschnittlich.

Von einer „Kreditklemme“ könne im Chattengau keine Rede sein, ergänzte Kai Mardorf. Etwa 1500 Neukredite mit einem Volumen von 33 Millionen Euro seien im vergangenen Jahr gewährt worden, gefragt gewesen seien vor allem Kredite zur Finanzierung von Wohneigentum und Investitionskredite für Firmenkunden.

Bei der Mitarbeiterzahl gab es keine Veränderungen, die Bank beschäftigte zurzeit 78 Frauen und Männer und bildet neun junge Leute aus.

„Wir müssen uns als eher kleine Bank anstrengen, unseren Nachwuchs selber gut auszubilden und zu qualifizieren“, sagten die Bankvorstände. Der Mangel an qualifizierten Berufsanfängern mache sich bereits deutlich bemerkbar. Auch Quereinsteiger hätten inzwischen eine gute Chance auf eine Ausbildung.

Eine immer größere Bedeutung bekommt auch bei der VR-Bank das Online-Banking. Seit Anfang März gibt es eine eigene Online-Geschäftsstelle, die der Kunde wie eine der realen Filialen nutzen kann. Dort gebe es auch personalisierte Ansprache und schnelle Rückantworten.

Das Netz mit neun Filialen im Verbreitungsgebiet soll beibehalten werden, erst im vergangenen Jahr wurde die modernisierte Geschäftsstelle in Dörnhagen eingeweiht.

Überhaupt: das regionale Engagement stehe im Mittelpunkt. „Hier verdienen wir unser Geld, hier zahlen wir Steuern, hier wollen wir das Geld auch ausgeben“, sagt Völker. Schließlich müsse die Bank keine Riesengewinne einfahren, die Kosten seien überschaubar. Gerne spende die Bank und unterstütze damit die regionalen Vereine, im vergangenen Jahr waren das 100 000 Euro. Auch über die Heimatstiftung werden viele Projekte gefördert, zudem kulturelle Veranstaltungen für die Mitglieder organisiert.

Apropos Mitglieder: Sie dürfen sich über eine Dividende von sechs Prozent freuen.

Quelle: HNA

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