Gießener Nachbarn mögliche Partner

Erkundungsgespräche: VR-Bank prüft Partner

Alsfeld/Schwalm. Die VR-Bank Hessenland führt mit der Volksbank Mittelhessen (Gießen) Sondierungsgespräche. Das teilte der Vorstand mit Helmut Euler, Werner Braun und Ralph Kehl gestern mit.

„Obwohl die VR-Bank Hessenland der kleinere Partner ist, begegnen sich die Häuser auf Grund ausgezeichneter wirtschaftlicher Verhältnisse auf Augenhöhe“, heißt es in der Presseerklärung. Seit einigen Jahren schon arbeiteten die beiden Banken in Teilbereichen zusammen.

Weiter wird gemeldet: „Aufgrund veränderter Rahmenbedingungen, insbesondere infolge des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes und der zunehmenden aufsichtsrechtlichen Regulatorik, steht der gesamte Finanzdienstleistungssektor langfristig vor einer Konsolidierung.“ Früher oder später müsse sich das Bankgewerbe, unabhängig von der heutigen Situation, mit der grundsätzlichen Zukunftsgestaltung beschäftigen, erklärte Vorstandsvorsitzender Helmut Euler. „Wir pflegen eine sehr gute nachbarschaftliche Beziehung mit der Volksbank Mittelhessen und prüfen derzeit, ob in der Zukunft eine Intensivierung der Zusammenarbeit sinnvoll ist“, so Euler. Näheres wurde nicht mitgeteilt.

Gute Ertragslage

Auf das Geschäftsjahr 2014 blicke der Vorstand mit großer Zufriedenheit. Es zeichne sich erneut ein überdurchschnittliches Wachstum im Kundengeschäft bei einer guten Ertragslage ab.

Nach der Vertreterversammlung im Mai in Stadtallendorf hatte die VR-Bank Hessenland eine „historische Bestmarke“ bei der Neukreditvergabe 2013 gemeldet, 141 Mio. Euro. Der Bilanzgewinn wurde mit 2,3 Mio. Euro angegeben, die Dividende betrug 6 Prozent.

„Es ist klug über den Tellerrand hinaus zu schauen“, betonte Vorstandsvorsitzender Helmut Euler gestern als Kommentierung zu den Gesprächen mit der Nachbarbank. „Wir haben keinen Druck, sind gut und stark aufgestellt“, erklärte Euler mit Blick auf „die ergebnisoffenen Gespräche“.

„Eventuell in Zukunft“

Man pflege eine sehr gute nachbarschaftliche Beziehung mit der Volksbank Mittelhessen und prüfe derzeit, ob „in der Zukunft eventuell eine Intensivierung der Zusammenarbeit sinnvoll ist.“ (aqu)

Quelle: HNA

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