Fördergeld durch Flurbereinigung für die A 49

Waage im Feld erleichtert die Arbeit

Neue Brückenwaage bei Dittershausen: Landwirtschaftliche Produkte auf Hängern und Lastern werden damit gewogen. Foto: aqu

Dittershausen. Eine Brückenwaage besitzen neuerdings neun Schwalmstädter Landwirte und die Jagdgenossenschaft Dittershausen.

Das 44.000-Euro-Projekt wurde zur Hälfte öffentlich bezuschusst, 22.000 Euro brachte die eigens gegründete „Wiegegemeinschaft Brückenwaage Dittershausen“ auf. Die Einrichtung oberhalb des Ortes dient zum Wiegen von Getreide, Dünger, Vieh und anderen landwirtschaftliche Produkten.

Die nützliche Errungenschaft wurde vor dem Hintergrund des laufenden Flurbereinigungsverfahrens im Zuge des Autobahnbaus in der Gemarkung möglich. Bei der Einweihung der Brückenwaage sagte der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung Schwalmstadt Nord, Günther Fenner (Allendorf/L.), die Umsetzung weiterer Vorhaben im Zuge der Flurbereinigung sei zu wünschen.

Hintergrund: Das Flurbereinigungsgesetz sieht den Ausbau gemeinschaftlicher Anlagen vor. Sämtliche Projektschritte hat das Amt für Bodenmanagement Homberg geleistet.

Die Fläche, auf der sich die Brückenwaage befindet, hat die Stadt Schwalmstadt im Vorfeld durch ein freiwilliges Landtauschverfahren erhalten, sie verpachtet das Land an die Wiegegemeinschaft, eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR).

Die Betonarbeiten führte die Mengsberger Firma Hainmüller-Klingelhöfer aus, die Elektroinstallation besorgte die Firma Palme aus Kirchhain.

Land, Bund und die Europäische Union unterstützen von Flurbereinigungsverfahren betroffene Grundeigentümer jährlich mit Fördergeld in Höhe von sieben Mio. Euro. Allein im Bereich Schwalmstadt (Nord, Süd, Wiera) sind mehrere Hundert Eigentümer auf einer Fläche von rund 2500 Hektar vom Flurbereinigungsverfahren für den Bau der A 49 betroffen. (aqu)

www.hvbg.hessen.de

Quelle: HNA

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