Musikvideodreh in der Heimat

Waberner Band "Ewa Parna & Mikado Sphinx" hat Lied für Toleranz geschrieben

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Sie wollen ein Zeichen für Toleranz setzen: von links Alexandra Vogt-Schulz (Projektleitung Integration bei der Gemeinde Wabern) zusammen mit ihrer Tochter Tessa Schulz, Ewa Köthe, Andreas Köthe und Tobias Schulte von der Band „Ewa Parna & Mikado Sphinx“ sowie Kameramann Peter Heitmann. 

Wabern. Sie gehen dort hin, wo das Leben spielt: zum Frisör, zur Bank und zur Feuerwehr. Die Waberner Band „Ewa Parna & Mikado Sphinx“ hat ein Lied für Toleranz geschrieben. Das Video dazu drehen sie in Wabern.

Es war einer dieser besonderen Momente. „Da schnippt man mit dem Finger und findet diesen einen Satz“, sagt Andreas Köthe. Bei seinem neuen Lied „Helden“ war das genau so. Im Sommer, als ungezählte Flüchtlinge den Weg über das Mittelmeer nach Europa nahmen. Als Andreas Köthe im Fernsehen die Bilder von den überfüllten Booten sah, kam ihm die Idee zu diesem Refrain: „Jeder, den wir fallen lassen, fällt dorthin wo Menschen hassen. Nein, das lassen wir nicht zu.“

Freude statt Belastung

Mit „Helden“ wollen der Musiker und seine Band „Ewa Parna & Mikado Sphinx“ ein Zeichen für Toleranz setzen. Integration soll nicht nur als Belastung gesehen werden, sondern als etwas, bei dem man mit Freude aufeinander zugeht. Das Lied ist allen gewidmet, die sich Tag für Tag sozial engagieren, sei es im Beruf oder im Ehrenamt.

„Helden“ hat eine starke Botschaft, die sich von Wabern aus übers Internet verbreiten soll. „Unsere Sprache ist die Musik und sie wird auf der ganzen Welt verstanden“, erklärt Köthe das Privileg eines Musikers.

Um ihrem Lied noch mehr Kraft zu verleihen, setzt die Band auf die Unterstützung aller Waberner. Sie sollen in dem Musikvideo mitsingen, mittanzen und mitklatschen. Alle sind aufgerufen, am Sonntag, 22. November, in der Mehrzweckhalle dabei zu sein. Dort wird ab 16.30 Uhr der Refrain eingesungen und die Schlusssequenz für das Video aufgenommen.

„Jeder, den wir fallen lassen, fällt dorthin, wo Menschen hassen. Nein, das lassen wir nicht zu.“

„Das ganze Video wird in Wabern gedreht“, erklärt der Musiker. Köthe und seine Mitstreiter gehen dorthin, wo das Leben spielt: zum Friseur, zur Bank oder zur Feuerwehr. Überall lädt er die Waberner ein, mitzumachen. Die Reaktionen auf diese Idee sei positiv gewesen. Die Band hat die Unterstützung von der Gemeinde, bekommt für ihr Vorhaben aus einem Bundesprogramm 4500 Euro. Andreas Köthe ist sich sicher, dass sein Song ankommt. „Er geht sehr in Richtung Gospel, hat einen guten Groove und ist tanzbar“, sagt der Waberner. „Helden“ sei eben eine schöne Mischung, in der sich alle wiederfinden könnten.

Wie bei der Ice Bucket Challenge im vergangenen Jahr soll sich „Helden“ über Facebook und Twitter verbreiten. Die Band stellt dazu eine Instrumental-Version des Refrains online. „Dann bildet man mit Freunden und Kollegen einen Chor und filmt, wie man zusammen den Refrain singt. Das Video stellt man anschließend ins Internet und nominiert einen Freund, es genauso zu tun“, erklärt Andreas Köthe das Prinzip. Er will ein Zeichen setzen: aus Wabern hinaus in die ganze Republik.

Quelle: HNA

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